Konrad-Haenisch-Schule beendet nachhaltige Projektwoche

Umweltbewusstes Fechenheim

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Merhawit und Leonie (von links), vor dem von Merhawit nachgebauten Hundertwasserhaus. Foto: zjs

Fechenheim (zjs) – Vor den Herbstferien fanden in der Konrad-Haenisch-Schule an der Lauterbacher Straße vier Projekttage statt, die sich mit Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit beschäftigten. Einen Tag vor Herbstferienbeginn stellten die Schüler ihre Projektergebnisse vor.

Alle Schüler der Grund-, Haupt- und Realschule kamen in der Turnhalle zusammen, wo sie von der Schulleiterin Birgid Frenkel-Brandt zum Projektwochenabschlussfest begrüßt wurden. „Uns ist es sehr wichtig, dass das Umweltbewusstsein der Schülerschaft in der Schule und später im Familienalltag fortgesetzt wird“, betonte sie einleitend. Die Mädchen und Jungen konnten sich in den vergangenen Tagen in verschiedene Projekt einwählen und diese dann gemeinsam umsetzen. Wie wichtig die umgebende Natur sei, erklärte die Schulleiterin anschaulich: „An unserer Schule mussten zehn große Bäume wegen der Trockenheit der vergangenen zwei Jahre gefällt werden, sie werden aber im kommenden Jahr wieder aufgeforstet.“ Eine Gruppe hat um die Schule herum Müll gesammelt und dabei eine enorme Menge, die zwei Tonnen füllte, zusammengetragen. „Ein erschreckendes Ergebnis“, sagte Birgid Frenkel-Brandt.

Aus insgesamt 27 Projekten konnten sich die Kinder das für sie passende aussuchen. Leonie und Merhawit haben sich für die Hundertwasserstadt entschieden. Dort haben sie aus recycelten Materialien Gebäude des bekannten Künstlers nachgebaut. Oder die Gruppe „Upcycling“. Dort lautete das Motto „Mach Hot aus Schrott“ und die Schülerinnen der Klassen acht bis zehn haben unter Hilfestellung von Nailya Meder formschöne Geschenkboxen und Flaschen kreiert.

Eine andere Gruppe befasste sich mit dem Igel und so erfuhren die Teilnehmer, was das knuddelige Stacheltier frisst, wie es lebt und worauf man achten muss. Mit der Nachhaltigkeit an verschiedenen Standorten Frankfurts beschäftigten sich die Schüler von Marc Ullrich und Bele Schneider. Dazu bastelten die Grundschüler ein Plakat „Wir erforschen den Wald“ und bildeten viele Dinge ab, die einem beim Spaziergang begegnen. Das reichte von verschiedenen Vogelhäuschen über Wurzeln und Stämme bis hin zu den Tieren und Früchten von Bäumen.

Dem Thema Wasser wurde besondere Bedeutung zugemessen und so erfuhren die Kinder, wie viele Liter für die Herstellung eines T-Shirts verbraucht werden und welche Mengen man zur Herstellung eines Steaks benötigt. Die Schüler waren verblüfft über die Ergebnisse der Projekte, denn vieles hätten sie sich so nicht vorgestellt. Allein die unfassbaren Müllmengen in Schulnähe machten viele nachdenklich. „Wenn alle Teilnehmer den Wert der Umwelt und Nachhaltigkeit erkennen, haben wir schon viel erreicht“, sagte die Schulleiterin abschließend und verabschiedete die Schüler- und Lehrerschaft in die Herbstferien.

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