Kneipen-Keile und Erpressung

Peter Ripper präsentiert neuen Krimi

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Peter Ripper stellt seinen neuen Krimi vor, dazu gibt’s Musik von Andy Sommer.

Fechenheim (sh) – Während Musiker Andy Sommer noch die letzten Akkorde des Songs „If I Were a Carpenter“ spielte, machte sich der aus Fechenheim stammende Krimiautor Peter Ripper für seine Lesung startklar.

Ripper hatte seinen zwölften Krimi in das Restaurant „Kastanie“ mitgebracht. Er musste sich und seine Romanfigur Karlo Kölner nicht weiter vorstellen, denn das Publikum bestand zum größten Teil aus seiner treuen Fangemeinde. Also stieg der Autor ohne große Umschweife in das Geschehen seines neuesten Werks ein. „Der Tod nimmt keine Wetten an“ lautet der Titel des zwölften Bands um den Ex-Knacki und Gelegenheitsdetektiv Karlo Kölner. Rippers sympathisch-chaotischer Hauptdarsteller gerät darin in eine verzwickte Situation: Er wird beschuldigt, jemanden getötet zu haben. Das macht ihn für die Bösewichte erpressbar. Dass es überhaupt soweit kommen konnte, ist einer Eifersuchtsszene geschuldet, die Karlos Dauerfreundin Jeannette furios aufführt. An diesem hitzigen Wortgefecht ließ Ripper das Publikum teilhaben, das sich darüber köstlich amüsierte. Auslöser für die Eifersucht war die Polizistin Conny Katzenbach, die Karlo bereits in Band elf „Killerküsse und Karossen“ ein wenig den Kopf verdreht hat.

Nach dem Streit landet Karlo auf der Suche nach Zerstreuung im Bahnhofsviertel und dort in einer Kneipe namens „Schiffschaukel“, die nach außen wie aus der guten alten Zeit wirkt. Im Inneren schlägt Karlo jedoch Feindseligkeit entgegen. Es kommt zu einer unschönen Begegnung mit einem „bedrohlichen Fettwanst“, der von allen nur „der Baron“ genannt wird. Einen unappetitlichen Rülpser des „Barons“ schilderte Ripper in derart blumigen Worten, dass der Essensgenuss der Zuhörer in der „Kastanie“ kurz getrübt wurde. „Guten Appetit“, flachste der Autor noch lakonisch.

Karlo schickt den „Baron“ mit einem Kinnhaken auf die Bretter. Ein Unbekannter behauptet später, dass der „Baron“ den Boxhieb nicht überlebt hätte und erpresst Karlo: Er soll jemanden töten. Karlo weiht seinen mittlerweile guten Freund Georg Gehring ein, der nach seiner Pensionierung vom Polizeidienst als Privatdetektiv arbeitet. Als sich herausstellt, dass in der „Schiffschaukel“ illegale Wetten laufen, will sich Gehring als Interessent getarnt Zugang zum Wettbüro verschaffen. Doch die Sache geht schief.

Peter Ripper baute gekonnt Spannung auf, ohne dabei zu viel zu verraten. Musikalische Abwechslung kam in bewährt rockiger Weise von Andy Sommer mit Gitarre und Gesang. Mehr zu den Krimis von Peter Ripper gibt es unter www.vogelfrei-verlag.de.

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