Knappes Leder und witzige Weiber

Mitreißende Damensitzung der „Hemdek lunkis“

+
Travestiekünstler Tarabas van Luk rockt die Sitzung.

Fechenheim (red) – Im närrischen 44. Jahr des Vereinsbestehens hat der Karnevalsverein „Die Hemdeklunkis“ zur 24. Damensitzung. Erneut wurde im Saal des Kaninchenzuchtvereins H147 ein Feuerwerk aus Tanz, Klamauk und großer Show gezündet.

Nach einer schmissigen Begrüßung im Chor ging der erste Sketch gleich in die Vollen. Die Darsteller befassten sich mit der theologischen Frage, warum Gott die Cellulitis erschaffen habe. Ihm als Mann müsse doch eine makellose Schönheit der Damenwelt am Herzen liegen. Entspannter ging es in den anderen Wortbeiträgen zu. Regina Schiecke schwärmte von der bevorstehenden Zeit als Rentnerin. Irene und Sabrina Jekel schilderten ihre Eindrücke von einer gewonnenen Schiffsreise („viel Wasser“) und den guten Kontakten zu den Deckoffizieren. Eine Augenweide waren die verschiedenen Tanznummern in prächtigen Kostümen. Die „Klunkiperlen“ tanzten zur Geschichte Roms und boten ihrer Aufführung mit Römern und Gladiatoren dar. Später waren sie in einem Hexentanz zu sehen. Die Showtänzerinnen zeigten einen atemberaubenden Burlesque-Tanz und präsentierten im zweiten Teil einen Charleston, verstärkt durch zwei Tänzer. Alexandra Becker führte einen Solotanz auf und erhielt wie auch die anderen Tänzer eine Rakete.

Die Damensitzung der „Hemdeklunkis“ ist immer ein Garant für ausgelassene Stimmung.

Wie es auf Damensitzungen so ist, gilt den beiden Männerballetten besondere Aufmerksamkeit. Die Weiterstädter Funkenspritzer verzauberten mit einem Südseetanz, und die vereinseigenen „Fantastics“ mit einem Medley von Hits aus den 80er Jahre. O là là hieß es bei einem Tanz von Norbert Fischer und Irene Jekel. Das Besondere daran war der spezielle Schnitt von Fischers Hose. Nur so viel: Diese Art der Bekleidung durfte lange Zeit nicht vor 22 Uhr gezeigt werden. Das Publikum riss es zu Begeisterungsstürmen hin. Gelungen waren außerdem der Sologesang von Friederike sowie eine Parodie auf Heino als Rockmusiker. Endgültig auf dem Siedepunkt war die ohnehin gute Stimmung bei der letzten Nummer des Abends: Der Travestiekünstler Tarabas van Luk trat als Gesamtkunstwerk auf. Gekleidet in knappem Lack und Leder, verziert mit vielen Ketten und in Schuhen, bei denen die Absatzhöhe gigantische Ausmaße annahm, jagte er viele Schlager- und Stimmungslieder in den Saal.

Dieser ganz besondere Abend wurde für einige Besucherinnen weiter veredelt, da wieder Preise für die schönsten Kostüme ausgelobt wurden. Die ersten Plätze belegten die Schiedsrichterinnen sowie Hänsel und Gretel. Im anhaltenden Applaus während des Finales versprach Sitzungspräsidentin Beate Backhaus, dass im kommenden Jahr zur 25. „Klunkis“-Damensitzung mit weiteren Top-Acts gerechnet werden darf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare