Im Heinrich-Kraft-Park

Hitzestress und Pilze zerstören Bäume

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Der Spindelige Rübling verursacht eine Weißfäule im Wurzelbereich. Im Heinrich-Kraft-Park sind viele Bäume davon betroffen.

Fechenheim (red) – Das Grünflächenamt teilt mit, dass in den kommenden Wochen Bäume wegen verschiedener Mängel und aus Gründen der Verkehrssicherheit dringend gefällt werden müssen.

Aufgrund des Dürresommers 2018 sind im Heinrich-Kraft-Park müssen insgesamt 57 Bäume zur Verkehrssicherung gefällt werden. Zu den betroffenen Baumarten zählen Eiche, Hainbuche, Rotbuche, Lärche, Erle, Linde, Feldahorn, Bergahorn und Weymouthskiefer. Bei der am stärksten betroffenen Baumart Eiche sind die Bäume teilweise komplett abgestorben oder haben noch einige Nottriebe in Teilen der Krone sowie am Stammverlauf. Diese reichen allerdings nicht aus, um die Versorgung des Baumes aufrechtzuerhalten und werden deshalb über kurze Zeit auch komplett absterben. „Eine Vielzahl der betroffenen Eichen trägt auch noch das verdorrte Laub vom Vorjahr. Die Bäume waren aufgrund des Hitzestresses des vergangenen Jahres so geschädigt, dass es nicht mehr zum Laubabfall im Herbst gekommen ist“, erläutert das Grünflächenamt.

Ein weiteres Problem für die Standsicherheit zeigt sich durch den im Heinrich-Kraft-Park ohnehin schon sehr häufig vorkommenden Spindeligen Rübling. Dieser holzzerstörende Pilz ist an vielen Stammfüßen zu erkennen und verursacht im Wurzelbereich eine Weißfäule, die sich bis in den Holzkörper ausbreiten kann.

Das Holz verliert zunehmend seine Druckfestigkeit und es kann zum Komplettversagen und Umsturz des Baumes führen. An drei Eichen wurde zusätzlich noch die Ochsenzunge am Stammfuß gesichtet. „Dieser Pilz verursacht eine Braunfäule. Das Holz verliert an Zugfestigkeit und zerfällt würfelig zu einer trockenen braunen Masse“, heißt es vom Grünflächenamt. Aus diesem Grund werden auch eine große Anzahl Eichen mit Absterbeerscheinungen gefällt. „Es ist davon auszugehen, dass die Holzzersetzung aufgrund der Schwächung sehr rasch voranschreitet“, sagen die Sachverständigen.

Alle anderen betroffenen Baumarten haben sich vom Hitzestress des vergangenen Jahres nicht erholt. „Die Bäume sind komplett abgestorben und die Bruch- und Standsicherheit sind nicht gegeben“, teilt das Grünflächenamt weiter mit.

An 14 Eichen, die nicht unmittelbar in Nähe des Spielplatzes oder am Wegesrand stehen, wird ein sogenannter Kronensicherungsschnitt vorgenommen. Die abgestorbene Krone wird abgesetzt und es bleibt ein sechs bis acht Meter hoher Baumtorso stehen, der weiterhin als Lebensraum für Käfer und höhlenbewohnende Arten dient.

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