Freundeskreis der Cassella-Pensionäre trifft sich zum Adventskaffee

Gute Bilanz, Glockenklang und Walzerduett

Beifall für Irene Knab, Dmitry Kapilov, Valeria Poeta, Gerhard Dönges und Evgeniia Selina beim Adventskaffee. Foto: jf

Fechenheim (jf) – „Schön, dass viele Pensionäre wieder den Weg in die Allessa-Kantine gefunden haben“, begrüßte Gerhard Dönges, Vorsitzender des Freundeskreises der Cassella-Pensionäre, die rund 50 Gäste im Saal mit dem leuchtenden Weihnachtsbaum und den liebevoll geschmückten Tischen.

.

Allessa-Geschäftsführer Wolfgang Böhm, der ebenso wie Betriebsratsvorsitzender Thomas Schinz zum Adventskaffee gekommen war, informierte über die Entwicklung des Betriebs, der seit 2013 zur Weylchem Group gehört. Aufgrund des Handelskriegs zwischen den USA und China verschöben sich weltweit die Märkte. Mit der Produktion von Phenothiazinen habe Allessa mit europäischer Ware Lücken in den Lieferketten chinesischer Produzenten schließen können. „In China gibt es rasante Lohnsteigerungen, außerdem kommt es immer wieder zu Chemieunfällen“, erklärte Böhm. Was chinesischen Betrieben das Leben schwer macht, kommt Allessa zugute: „Wir sind wieder sichtbar und bekommen deutlich mehr Aufträge“, stellte der Geschäftsführer fest. Für die Umsetzung seien Chemiker und Techniker gefragt: „Es ist ein anspruchsvoller Arbeitsalltag.“ Der Standort Fechenheim wird seine Produktion steigern, das ebenfalls dort ansässige Unternehmen Biospring, das mit drei Mitarbeitern startete, hat inzwischen rund 200 Beschäftigte. Griesheim hingegen musste seine Betriebe schließen, die Produktion lief im Mai aus, aber: „Wir haben Lösungen für alle 134 Mitarbeiter gefunden.“

Des Weiteren führte der Geschäftsführer aus, dass es im Mai in Fechenheim zu einem Brand gekommen sei, die Ursache sei unklar. „Dank des sofortigen Eingreifens der Werksfeuerwehr konnte der Brand schnell bekämpft werden“, lobte Böhm.

Drei neue Produkte seien in den vergangenen Monaten entwickelt worden. Vor wenigen Wochen habe es ein Nachbarschaftstreffen gegeben: „Wir haben ein gutes Miteinander. Allessa hat auch den Weihnachtsmarkt in Fechenheim unterstützt“, sagte Böhm.

Aber das Unternehmen stehe vor großen Herausforderungen: 140 der rund 450 Mitarbeiter hätten Anspruch auf Altersteilzeit ab dem 55. Lebensjahr. „Das ist gut für den Freundeskreis der Cassella-Pensionäre, aber schwierig für die Produktion“, bemerkte der Geschäftsführer.

Mit einem Blick auf das Jubiläumsjahr 2020 beschloss er seine Rede: „Wir planen am 5. und 6. Juni mehrere Veranstaltungen zum 150-jährigen Bestehen des Unternehmens. Außerdem soll ein Stolperstein für Arthur von Weinberg, Teilhaber der Cassella Farbwerke, an seinem ehemaligen Arbeitsort verlegt werden – ein Novum.“ Das Wort „Jubiläum“ griff Gerhard Dönges gleich auf, als er über die Aktivitäten des zurzeit 124 Mitglieder starken Freundeskreises berichtete: „Der Freundeskreis besteht 2020 seit zehn Jahren und kann ebenfalls feiern.“ Dönges konnte auf eine Reihe von Unternehmungen – eine Mehrtagesfahrt, Vorträge und musikalische Veranstaltungen – verweisen.

Er überreichte zum Abschluss seiner Ausführungen einen Blumenstrauß an Arthur Ries: Der ehemalige Mitarbeiter hatte genau an diesem Tag seinen 82. Geburtstag.

Der musikalische Teil des Nachmittags begann mit dem gemeinsamen Singen von zwei Weihnachtsliedern. Dann folgten die Profis: Konzertagentin Irene Knab konnte den Bass Dmitry Kapilov erneut für einen Auftritt gewinnen. Außerdem waren die Pianistin Valeria Poeta und die Sopranistin Evgeniia Selina mit dabei. Die Künstler erfreuten die Gäste mit Musik von Frédéric Chopin über Nikolai Rimski-Korsakow, Carl Maria von Weber und Wolfgang Amadeus Mozart bis hin zum Walzerduett von Franz Léhar „Lippen schweigen“. Für dieses kleine Konzert erhielten die Beteiligten viel Applaus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare