Kegelverein „Sorgenbrecher“ trifft sich zum ersten Mal nach der Corona-Pause

Gemeinschaft wurde vermisst

Der Kegelverein „Sorgenbrecher“ freut sich: Dank Lockerungen der Corona-Vorgaben konnten sich die Kegelbrüder zu einem gemeinsamen Essen treffen. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Die „Sorgenbrecher“ haben schon so manche Durststrecke gemeistert.

Der 1927 gegründete Fechenheimer Kegelverein atmete dennoch erleichtert auf, als die Corona-Vorgaben gelockert wurden und man sich – wenn auch nicht zum Kegeln, dann wenigstens zum gemeinsamen Essen am Campingplatz Bürgel – treffen konnte. „Wir haben die Gemeinschaft sehr vermisst“, sagen die Kegelbrüder unisono.

Seit 13. März ist die Kegelbahn im Keller des TSG-Gebäudes in der Pfortenstraße coronabedingt geschlossen. Dort kommen die „Sorgenbrecher“ normalerweise freitags zusammen, um zu kegeln, aber auch, um sich auszutauschen. „Wir frotzeln uns auch gerne, aber es wird nie böse“, sagt Gerd Göbel.

Zehn Kegelbrüder zählt der Verein aktuell, darunter sind zwei Neuzugänge, die die Mischung aus Sport und Geselligkeit zu schätzen wissen. Wer sich einmal für den Club entschieden hat, hält ihm oft viele Jahre die Treue – so wie Heiner Clas, der seit 48 Jahren dabei ist. Und auch ein waschechter Meister ist mit an Bord: Sportkegler Fred Schmidt wurde 2010 mit dem Ginnheimer Kegelverein Deutscher Meister in seiner Altersklasse. „Beim Sportkegeln kommt man viel rum und lernt etliche Leute kennen“, berichtet er. Doch auf die Freitags-Termine mit den „Sorgenbrechern“ freut er sich immer besonders: „Da habe ich viel mehr Gegner“, sagt er und lacht.

Gegen das Klischee, dass Kegelbrüder eigentlich nur zum Trinken zusammenkommen, verwehrt sich die Gruppe. „Wir sind mit sportlichem Ehrgeiz dabei. Man tritt an, um sein Spiel zu gewinnen, aber wir sind nicht verbissen. Der Spaß gehört dazu“, sagt Göbel.

Die „Sorgenbrecher“ hoffen, dass nach den Sommerferien die Kegelbahnen wieder geöffnet werden und endlich die Kugel rollen kann. Und in sieben Jahren wird groß gefeiert: Dann wünschen sich die „Sorgenbrecher“ seit 100 Jahren „gut Holz“.

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