Licht-Spektakel abgesagt

Trotz Coronavirus: Im Atelier Orbit24 erstrahlte der Leuchtturm

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Die Lichtinstallation „Er-Leuchtturm“ von DeDe Handon und Eva Weingärtner konnte trotz abgesagter Luminale im Atelier Orbit24 bewundert werden.

Aufgrund der Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus hat der Veranstalter der Luminale, die Messe Frankfurt, in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt entschieden, das Licht-Spektakel abzusagen.

Fechenheim – Geplant waren zahlreiche Lichtinstallationen und Projektionen im gesamten Stadtgebiet sowie Ausstellungen und Vorträge in Museen, Kirchen und Galerien. Aber nicht alle Veranstaltungen fielen dem Virus zum Opfer: Im Atelier Orbit 24 von DeDe Handon und Eva Weingärtner, Orber Straße 24, erstrahlte trotz allem der „Leuchtturm“.

„Mit Spiegeln und in Licht verwandelten Botschaften wird das Atelier Orbit 24 zum Leuchtturm über Fechenheim. In diesem Projekt rücken wir buddhistische Mantras in den Mittelpunkt des Interesses. Allerdings nicht wie gewohnt, als gesungene Wortketten, sondern als Morsezeichen, die wiederum in Lichtzeichen verwandelt werden“, erklären die beiden Künstlerinnen. Die Lichtzeichen werden werden vom Leuchtturm aus über die Stadt gestrahlt und lassen damit den Titel „Er-Leuchtturm“ entstehen. „Wirkt das binäre Beleuchten der Stadt und seiner Bewohner mit der Information des Mantra, die wir ihm verleihen, ähnlich wie das wiederholende Rezitieren einer Wortkombination?“, fragen Handon und Weingärtner.

Frankfurt Fechenheim: Luminale wegen Coronavirus abgesagt - „Leuchtturm“ erstrahlt

Erleuchtung im spirituellen Sinn wird wie folgt beschrieben: „Das Alltagsbewusstsein ist überschritten worden und man bekommt eine dauerhafte besondere Einsicht in eine gesamtheitliche Wirklichkeit.“ Oder: „Das Ich-Bewusstsein wird ausgelöscht und durch ein Einheitsbewusstsein ersetzt“. Mit diesen Definitionen haben sich die Künstlerinnen auseinandergesetzt. „Das Wechselspiel des Lichts zwischen hell und dunkel, unter der Verwendung des Morsealphabets – ist das auch ein Sinnbild für Werden und Vergehen?“, fragen sie beiden. Die Besucher konnten am vergangenen Wochenende dieses Schauspiel beobachten.

Orbit24 ist das Atelier von DeDe Handon und Eva Weingärtner, der Raum in dem sie künstlerisch arbeiten, Seminare und Workshops stattfinden und sie ihre Projekte verwirklichen.

Das Projekt Orbit24 ist ein Kunstprojekt der beiden Künstlerinnen. „Uns vereint die Idee des Netzwerks von unterschiedlich denkenden Individuen und der Gedanke des Austauschs. Wir glauben, dass kein Mensch sich nur für Kunst interessiert, sondern Kunst immer im Kontext der Interessensgebiete des Künstlers entsteht. Eben diese Interessensgebiete wollen wir mit zu uns in den Orbit24 einladen. Aus diesem Gedanken entstand ein Veranstaltungskonzept, das wissenschaftlichen Vortrag ebenso mit einbezieht, wie jede Form von künstlerischer Darbietung, Performance Art, musikalischer Beitrag, klassische Ausstellung und vieles mehr“, sagen Handon und Weingärtner.

(sh)

Währenddessen ärgern sich dieEinwohner in Fechenheim über illegal entsorgten Bauschutt auf Grünflächen, wilden Sperrmüll, verdreckte Hausecken und Hundekot auf den Straßen – der Verein Zukunft Fechenheim möchte dagegen angehen.

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