Künstlerin will Farbe in den Tunnel bringen

Weiteres Treffen zur Gestaltung des Bahnhofs Mainkur

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So farbenfroh kann sich Thekra Jaziri (links) auch die Untertunnelung am Bahnhof Mainkur vorstellen.

Zum zweiten öffentlichen Treffen, zu dem der Verein Zukunft Fechenheim wegen der Mängel am Bahnhof Mainkur eingeladen hatte, waren rund zwei Dutzend Teilnehmer im Bahnhofsgebäude in Fechenheim erschienen.

Fechenheim – Darunter Quartiersmanager, Anwohner und Betroffene sowie Vertreter von Jugendhäusern und der Deutschen Bahn (DB). Letztere wurde von Florian Gieseler repräsentiert, Stellvertreter von Harmut Schwarz, Leiter des Frankfurter Bahnhofsmanagements, der nicht teilnehmen konnte.

Joachim Werner vom Verein Zukunft Fechenheim hatte erneut die Moderation übernommen und eine Liste mit der beim zurückliegenden Treffen festgestellten Mängeln. Obwohl vieles in Angriff genommen wurde, hatten sich die Teilnehmer nach fünf Monaten Zeit zwischen den Terminen erheblich mehr Umsetzungsaktivitäten oder Vorschläge seitens der Bahn gewünscht, denn es war trotz Einladung kein Vertreter der DB Immobilien erschienen. Das immer wieder aufkommende Thema der fehlenden Toiletten konnte auch diesmal nicht abschließend geklärt werden, obwohl Vorschläge auf den Tisch kamen: „Es gibt genormte Stahltoiletten wie auf Rastplätzen, die nicht viel Platz benötigen und schnell zu reinigen sind“, sagte Armin Burger-Adler, Vorsitzender von Zukunft Fechenheim. Die Fahrgastzahlen am Bahnhof Mainkur lägen bei mehr als 800 Ein- und Ausstiegen am Tag, da würde eine Toilette Sinn machen. „Ohne würde sonst einfach in die Unterführung uriniert“, sagte Burger-Adler.

Frankfurt Fechenheim: Öffentliches Treffen wegen Mängel am Bahnhof Mainkur

Umgesetzt wurden indes die neuen Mülleimer an den Gleisen und die Entfernung der alten Fahrradständer. Ungelöst ist weiter das Transportproblem der Räder über die Treppen. Gieseler sagte zu, dass für die Fahrradfahrer Radschiebeschienen an den Treppen angebracht werden sollen und reichte ein entsprechendes Musterfoto durch die Reihen. Allerdings kämen sie unter die Handläufe genau in den Winkel, sodass man gezwungen sei, das Fahrrad schräg zu schieben und dann laufend mit den Pedalen an den Stufen hängen bleibt und gleichfalls den Inhalt des Gepäckträgers verliert. Der Vorschlag fand deshalb wenig Anklang.

Positiv aufgenommen wurde hingegen das Konzept der Künstlerin Thekra Jaziri. Sie nahm auf Einladung von Zukunft Fechenheim am Treffen teil. Sie will mit frischen und sonnigen vielleicht auch blumigen Farben dem tristen Grau in der Unterführung zu Leibe rücken. In ihren Referenzen fand sich die farbliche Gestaltung des Griesheimer Quartierspavillons und des Hafentunnels in Offenbach. Zudem hatte sie vor zwei Jahren gemeinsam mit ihrem Künstlerkollegen Marco Poblete den Pavillon am Spielplatz an der Bodenseestraße mit dem blumenreichen Anstrich und der grünen Dachkonstruktion verschönert. Bei der Präsentation ihrer Ideen für die Mainkur-Unterführnung sprach die nicht nur die Vertreter des Kinder- und Jugendhauses an: „Alle sollen mitmachen, die Flächen zu gestalten.“ Sie möchte mit den Bildern, die vorgezeichnet und dann ausgesprüht werden, ein verbindendes Element der Bürger im Stadtteil schaffen.

(zjs)

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