„Glück in Fechenheim“

Filmfestival Visionale begeistert Kinder und Jugendliche

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Das Team der „visionale“: Ralph Förg vom Filmhaus Frankfurt, Beate Feyerabend vom Medienzentrum Frankfurt, Quartiersmanagerin Leonore Vogt, Johanna Schaefer vom Kommunalen Jugendbildungswerk, sowie die Studierenden Andreas Klinko und Marleen Gerhold (von links).

Fechenheim (red) – „Und, habt ihr gut aufgepasst? Welche Farbe hatte der Dieb?“, fragte Ralph Förg, Leiter des Filmhauses Frankfurt und Moderator in die Runde aufmerksamer Kindertagesstättenkinder aus vier verschiedenen Einrichtungen Fechenheims.

Beim Filmfestival „visionale im Quartier“ verwandelte sich das Mainbörnchen, der Saal des Heimat und Geschichtsvereins, für einen Tag in einen Kinosaal, in dem rund 130 Kinder und Jugendliche über den Tag hinweg selbst gedrehte Filme anschauten. Die „visionale“ ist Hessens größtes Film- und Medienfestival. Mit der Unterstützung von Medienprofis oder auch ganz alleine, drehen Kinder und Jugendliche seit fast drei Jahrzehnten Kurzfilme die sich – mal lustig und mal ernst – mit den Lebenswelten der Kinder befassen. Und damit diese Filme auch möglichst viele Kinder erreichen, veranstaltet das Kommunale Jugendbildungswerk im dritten Jahr die „visionale im Quartier“ – ein Paket aus Filmfest und Film-Workshop.

In diesem Jahr organisierten Johanna Schaefer vom Kommunalen Jugendbildungswerk im Jugend- und Sozialamt Frankfurt und Leonore Vogt, Quartiersmanagerin im „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“ in der Trägerschaft des Diakonischen Werks für Frankfurt und Offenbach, dieses Filmfestival mit einer Auswahl prämierter Filme für Fechenheim. Ein abwechslungsreiches Programm erwartete die Kinder der verschiedenen Altersgruppen. Mit Popcorn und großer Leinwand kam auch ein richtiges Kinogefühl auf.

Den Kindergartenkindern folgten Schüler der Schule am Mainbogen sowie Kinder und Jugendliche der drei Jugendhäuser in Fechenheim, die gleich ihre eigenen Filme mitbrachten. In den Osterferien drehten sie in zwei Filmteams unter professioneller Anleitung Kurzfilme, die sie dem interessierten Publikum erstmalig präsentierten. Mit Unterstützung von Studierenden der Frankfurt University of Applied Sciences und der Jugendhilfe der Schule am Mainbogen (Kubi) entstand der Film „Hässlichen Glückwunsch“ – ein Film über Mobbing und Freundschaft. Die Jugendhäuser drehten einen Film zum Thema „Glück in Fechenheim“.

Wichtig war den Organisatorinnen, dass es zu allen gezeigten Filmen Raum für Fragen und Diskussionen gab und dass bei den Kindern Interesse und Lust geweckt wurde, sich für das Medium Film, nicht nur als Zuschauer zu interessieren. Bleibt abzuwarten, ob die beiden Fechenheimer Filme bei der Jury der „visionale“ genauso gut ankommen wie vor dem heimischen Publikum und ob es noch viele weitere Filme aus dem Frankfurter Osten zu sehen geben wird.

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