Erster Stadtteilflohmarkt in Nord und Süd ist ein voller Erfolg

Fechenheimer stöbern bei Sonnenschein

Fechenheim (sh) – Rosemarie Zinsheimer sortiert Gläser mit selbst gemachter Marmelade, Matthias Frie bringt das hölzerne Schaukelpferd in Position. Andere hängen Blusen und T-Shirts an Kleiderständer.

Alles ist bereit für den ersten Fechenheimer Stadtteilflohmarkt, der an zwei Standorten – in Süd und in Nord – stattfindet. Der Blick auf die Plätze, an denen Spielzeug, Bücher, Bekleidung und Dekoartikel verkauft werden, lässt nicht vermuten, dass es sich um eine Premiere handelt. Es hat vielmehr den Anschein, als wäre die Veranstaltung bereits eine etablierte Institution.

Die Fechenheimer Quartiersmanagerinnen Leonore Vogt und Nora David, unter deren Regie der Flohmarkt stattfindet, freuen sich über den Zuspruch. „24 Anmeldungen für Tische gab es hier und es kommen immer noch Verkäufer hinzu, die spontan einen Tisch haben möchten“, sagt Leonore Vogt, zuständig für Fechenheim-Süd. Um den Aufwand für die Anbieter möglichst gering zu halten, stellen die Organisatorinnen Tische und Bänke, die vom Kooperationspartner Bier-Hannes geliefert wurden, auf. Die Verkäufer aus der unmittelbaren Nachbarschaft brauchen also nur ihre Waren auf den Platz vorm Bodensee-Spielplatz schaffen. So wie Matthias Frie aus der Konstanzer Straße. „Das ist superpraktisch, dass der Flohmarkt hier stattfindet, zumal es in diesem Jahr keine Flohmarkt-Ecke auf dem Fischerfest gab“, sagt er. Er hat überwiegend Kinderspielzeug im Angebot und hat bereits anderthalb Stunden nach Flohmarkt-Öffnung ordentlich verkauft. „Das Kinderfahrrad ist schon weg, die Barbie-Sachen sind gut gegangen und überraschend viele Kinderbücher“, zählt er auf.

Nicht alle Anbieter wohnen um die Ecke. Die wohl weiteste Anreise hatte Rosemarie Zinsheimer, die aus Espa, Langgöns (bei Butzbach), kommt. Sie teilt sich einen Stand mit ihrer Freundin Madeleine Köhler aus Fechenheim. Zinsheimer hält Marmelade, Nüsse und Chutneys sowie ein Netz mit duftenden Rosenblättern bereit. „Alles aus eigener Ernte aus Espa“, betont sie.

Köstlichen Duft verströmt auch das umfangreiche Kuchenbuffet, denn zur Standmiete in Höhe von fünf Euro gehörte auch ein selbst gebackener Kuchen. Am Kuchentisch steht Galina Liders in stilechter Kochschürze, die ehrenamtlich das leckere Backwerk verkauft. Im Hintergrund nutzen zahlreiche Kinder die Angebote des Spielmobils.

Auch in Fechenheim-Nord, auf dem Bolzplatz an der Wächtersbacher Straße, ist viel los und die Stimmung klasse. Giovanna Di Pietrantonio verkauft gerade einen Spiegel. „Ich bin kürzlich umgezogen. Das war eine gute Gelegenheit, einmal auszumisten“, sagt sie. Mit ihren Verkäufen ist sie zufrieden. „Für das erste Mal kann man sich nicht beklagen. Schön, dass es so etwas im Stadtteil gibt“, sagt sie.

Auch die Quartiersmanagerinnen sind von dem Ergebnis begeistert. „Geplant ist, dass der Flohmarkt jährlich stattfinden soll“, sagt Nora David. Dann heißt es wieder: Dachboden, Keller und Schränke nach Dingen durchforsten, die dringend neue Besitzer brauchen.

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