Zünftige Stimmung an der Mainkur beim Frankfurter Ironman

Fechenheim feuert eiserne Athleten an

Von einem schattigen Plätzchen aus bei Weißwurst und Weißbier feuerten die Fans an der Mainkur die Ironman-Athleten an, die sich in der Hitze plagten. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Wie übersteht man die Strapazen eines Ironman-Triathlon am besten? Indem man sich in den Schatten setzt und sich das Spektakel bei Weißwurst und Weißbier anschaut. Gut, dass die Vatertagsradler an der Mainkur alles schon rechtzeitig vorbereitet hatten.

Als noch vor acht Uhr der Führende und schließlich auch der Gewinner Jan Frodeno die Hanauer Landstraße entlangschoss, jubelten ihm die Fechenheimer kräftig zu.

Die Athleten hatten bei den heißen Temperaturen ordentlich zu kämpfen. 3,8 Kilometer schwimmen im Langener Waldsee war die erste Disziplin, die absolviert werden musste. Danach ging es auf die Fahrräder, um die Strecke von insgesamt 185 Kilometer zu bewältigen. Der Kurs führte in die Wetterau und musste zweimal gefahren werden. Dabei waren Steigungen mit vielversprechenden Namen wie „The Beast“ in Bergen-Enkheim und „Heartbreak Hill“ in Bad Vilbel zu überwinden. Zu guter Letzt stand noch ein Marathon mit einer Länge von 42,2 Kilometern auf dem Programm. Dieser wurde am Main gelaufen, bevor die Athleten schließlich die Ziellinie am Römer überqueren durften.

Aus Fechenheim sind Lars Strohbach und Raffael Berger angetreten. Strohbach wollte seine Zeit vom Vorjahr unterbieten, doch ein Reifenplatzer machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Der Reifen wurde zwar gewechselt, doch das Prozedere warf ihn um eine halbe Stunde zurück. An eine gute Zeit war nicht mehr heranzukommen. Entsprechend niedrig sei dann die Motivation auf der Marathonstrecke gewesen, berichtete sein Vater Thomas Strohbach. Nach rund fünf Kilometern beendete der Triathlet den Wettkampf.

Raffael Berger absolvierte die Ironman-Hitzeschlacht in 10:55:49 Stunden.

Die Temperaturen machten einigen Athleten zu schaffen – auch den Profis. Die führende der Frauen Sarah True brach mit Kreislaufproblemen auf ihrer letzten Marathonrunde zusammen. Die Amerikanerin erhielt umgehend medizinische Hilfe. Den Sieg errang Skye Moench, ebenfalls aus den USA, mit einer Zeit von 9:15:31 Stunden. Jan Frodeno erzielte bei den Männern den ersten Platz und verteidigte somit seinen Europameister-Titel. Er überschritt die Ziellinie am Römer nach 7:56:02 Stunden.

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