Exotische Tänze und Partyrock

Stimmungsbarometer bei Sitzung der „Schwarzen Elf“ auf Siedepunkt

+
Da schloss sich jeder gern zur Polonaise an: Die Samba-Tänzerin von Olé Brasil führte den närrischen Zug an.

Fechenheim (sh) – Mit einem sagenhaften Programm bescherte der Fechenheimer Karnevalverein „Die Schwarze Elf“ seinem Publikum eine schöne Zeit. Mögliche Alltagssorgen waren vergessen und die Stimmung grandios.

In der brechend vollen TSG-Halle dominierten vor allem musikalische Beiträge mit Gesang und Tanz – da hielt es keinen Narren mehr auf dem Stuhl. Gut aufgelegt führte Sitzungspräsident Hannes Zimmermann durch den Abend. Der Elferrat hatte es sich vor seinem neuen Bühnenbild mit Fechenheimer Motiven gemütlich gemacht, das der in Fechenheim lebende Fotograf Petrus Bodenstaff gestaltet hatte. Nachdem die bezaubernde Sternchengarde den bunten Reigen eröffnet hatte, beeindruckte die Solo-Tänzerin des Karnevalvereins „Weiße Mützen“ das Publikum.

Die Fastnachtsband KUK verabschiedet sich von der Bühne. Vorher ließ es die Truppe bei der „Schwarzen Elf“ noch mal richtig krachen.

Andreas Kraus aus Offenbach Bieber stieg in die Bütt und berichtete mit Gesichtsakrobatik und Wortwitz vom alltäglichen Wahnsinn beim Großeinkauf im Supermarkt. Nachdem die Damengarde mit ihrem tollen Marsch über die Bühne gefegt war, eroberten die Fastnachtsrocker von KUK die Herzen des Publikums. Bekannte Melodien mit karnevalistischen Texten versehen brachten die Halle zum Beben – allerdings gab es einen Wermutstropfen: Nach 20 Jahren wird sich die sympathische Truppe am Aschermittwoch vom Bühnengeschehen zurückziehen. Es hieß Abschied nehmen. Doch Rettung nahte in Gestalt der „Supergirls“ – dargestellt von der Sternchengarde in einem hinreißenden Schautanz. Udo Stalp, Sitzungspräsident der „Fidelen Nassauer“, ließ seine Hommage auf Dieter Adams „Runkelroiweroppmaschin“ erklingen, bevor das Männerballett „Black Elevens“ gekonnt als Videospiel „Super Mario“ über die Bühne hüpfte. Bevor „Die Schnuckelcher“ mit ihrem klasse Schautanz als Indianer auftraten, gab sich das Frankfurter Prinzenpaar Pascal I. und Selina I. die Ehre. Im Anschluss unternahm die Damengarde eine atemberaubende Reise durch die Tanzmusikstile der vergangenen 100 Jahre.

Die leicht bekleideten brasilianischen Samba-Tänzerinnen von „Olé Brasil“ trieben den Blutdruck vieler männlicher Narren ordentlich in die Höhe – bei der Polonaise mit exotischem Flair machte jeder gerne mit. Ein weiterer Augenschmaus waren – neben dem Offenbacher Prinzenpaar Andy I. und Melli I. – die „Pink Tigers“, Hessens einzige Tanzformation, die nur aus schwulen Männern besteht – mit einer Hommage an Udo Jürgens und an Michael Jackson. Mit Schlagerhits und Stimmungsmusik zum Abschluss riss Patrick Himmel noch einmal alle von den Stühlen. In der Sektbar wurde noch weitergefeiert.

„Die Schwarze Elf“ lädt für 9. März, 19 Uhr, bei freiem Eintritt zu Ordensfest und Heringsessen in die TSG-Halle, Pfortenstraße 55, ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare