Mehr als nur ein Bildungsweg

Erste Berufsinfomesse in der Schule am Mainbogen

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Malermeisterin Angela Reubert und Meister Uwe Dietrich erklären den Schülern der Schule am Mainbogen worauf es in dem Beruf ankommt.

Fechenheim (red) – „Die Frau hat ihren eigenen Betrieb und ist schon Meisterin“, erzählte Lena ihrem Mitschüler Dariush, als sie vom Stand der Maler- und Lackiererinnung kam.

Bei der ersten Berufsinfomesse an der Schule am Mainbogen hatte sich Lena zuvor mit der jugendlich wirkenden Malermeisterin Angela Reubert aus Offenbach unterhalten, die mit 26 Jahren eine der jüngsten ihres Fachs ist. Reubert berichtete voller Enthusiasmus von ihrem Beruf. Bei ihr informierten sich die Schüler über die Möglichkeiten, die es nach einer Ausbildung zur Maler- und Lackiererin gibt. Lena und Dariush waren nur zwei von den fast 280 Jugendlichen, die sich in der Dependance der Schule am Mainbogen über berufliche und weiterführende Möglichkeiten nach der neunten oder zehnten Klasse informierten.

Mitarbeiter der ABS Lehrerkooperative, Aldi, Allessa Chemie, Arbeitsagentur, der beruflichen Schulen Berta Jourdan, der Bundeswehr, Deutschen Bahn, des Frankfurter Entsorgungs-Service (FES), der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung (GJB), Heinrich-Kleyer-Schule, des Internationalen Bunds Freiwilligendienste (IB), der Industrie- und Handelskammer (IHK), Kubi mit der Kausa Servicestelle, der Maler- und Lackiererinnung, der Philipp-Holzmann-Schule, Provadis zusammen mit der Sportjugend Hessen, Rewe, Samson und der Unternehmensberatung Hager stellten sich den vielfältigen Fragen der Schüler.

Am Vormittag durchliefen die Neunt- und Zehntklässler die Messe, mittags gab es für die Aussteller noch eine kleine Verschnaufpause, nach der sie dann von den Achtklässlern belagert wurden. Es gab Infomaterialien, kleine Mitmachaktionen und von den Handwerkern hergestellte Objekte, die den jungen Leuten die Tätigkeiten veranschaulichen sollten. „Nachdem wir die Veranstaltung aufgrund eines Wasserschadens in unsere Dependance verlagern mussten, sehe ich unsere interne Berufsmesse in den überschaubaren Räumlichkeiten als gelungen und hoffe, sie zu wiederholen und zu erweitern“, resümierte Martina Kienle, Lehrerin und Stufenleiterin der Jahrgangsstufen sieben und acht der Schule am Mainbogen.

„Die anwesenden Firmen und Unternehmen sind eine gute Mischung und bieten unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten. Auch schulische oder sozialengagierte Anschlüsse nach der Schule wurden aufgezeigt“, sagte Martina Kienle.

Die Schüler waren ganz bei der Sache und löcherten die Mitarbeiter mit ihren Fragen. Einige Jugendlichen haben während der Veranstaltung festgestellt, dass nicht ein sofortiges Studium das oberste Ziel ihrer schulischen Laufbahn ist, sondern dass es auch nach der Ausbildung und dem anschließenden Meister ebenso noch möglich ist, zu studieren, wenn man das möchte. „Es ist wichtig, den Jugendlichen aufzuzeigen, dass es nicht nur den einen Weg in die Zukunft gibt, sondern dass viele Wege zum beruflichen Erfolg führen können“, lautete das Fazit der Schule am Mainbogen. Einziges Manko war, dass nur wenige Eltern anwesend waren. Die Lehrer der Schule am Mainbogen wünschten sich, dass mehr Eltern die Gelegenheit nutzen würden, um sich über die beruflichen Wege für ihre Kinder zu informieren. „Auch sie müssen wissen, dass nicht jeder Jugendliche studieren kann und muss. Es gibt viele gleichwertige Alternativen, sich eine gute berufliche Zukunft aufzubauen, auch ohne Studium und Examen“, heißt es vom Kollegium der Schule am Mainbogen.

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