Zwerghuhn-Züchter-Club feiert 100-jähriges Bestehen

Elfriede ist die Schönste

Züchter Achim Rapior mit Elfriede. Das silber-wildfarbige Zwerg-Seidenhuhn mit Bart war die schönste Henne bei der Jubiläumsschau des Zwerghuhn-Züchter-Clubs. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Auf der Zuchtanlage an der Dietesheimer Straße ist ein besonderes Jubiläum gefeiert worden: Der 1919 in Sachsenhausen gegründete Zwerghuhn-Züchter-Club beging sein 100-jähriges Bestehen mit einer einzigartigen Clubschau, bei der sich 215 wunderbare Tiere von ihrer Schokoladenseite präsentierten.

Die schönste Henne, die vom Preisrichter 97 von 100 Punkten erhielt und mit „vorzüglich“ benotet wurde, hört auf den Namen Elfriede, ist ein silber-wildfarbiges Zwerg-Seidenhuhn mit Bart und stammt aus der Zucht von Achim und Manuela Rapior. .

„Die Züchter können alle sehr stolz auf ihre Leistungen sein“, sagte Rapior, der mit 35 Tieren am Start war und zudem die Ausstellungsleitung innehatte, in Anbetracht der vielen hübschen Hennen und Hähne in ihren Ausstellungskäfigen. Zum Vereinsjubiläum gab es reichlich gestiftete Preise, um das Engagement und die Arbeit der Zwerghuhnzüchter zu würdigen. Rapior ist nicht nur auf seine Elfriede stolz, auch seine Schwarzhaubenhühner sind etwas ganz Besonderes. „Diese Rasse stirbt aus. Es gibt in ganz Deutschland noch etwa 15 Tiere, europaweit sind es nicht mehr als 25“, erklärte der Züchter. Die Rasse sei schwer zu züchten, von 100 Küken würden gerade einmal ungefähr sieben die erforderlichen Rassemerkmale erfüllen. „Viel Geduld und Fachwissen sind für eine erfolgreiche Zucht erforderlich“, sagte er. Damit die Rasse erhalten bleibt, würden die Züchter eng zusammenarbeiten. „Es wäre schade, wenn die Rasse ausstirbt“, sagte Rapior. Generell würden die Kleintierzüchter dafür sorgen, dass die Vielfalt der Rassen und Farbschläge erhalten bleibt.

Jutta Allan gehört seit 1995 zu den Vereinigten Geflügelzüchtern Fechenheim und trat vier Jahre später auch dem Zwerghuhn-Züchter-Club bei. Der Club wurde zwar in Sachsenhausen gegründet, ist aber in Fechenheim ansässig. Das habe sich angeboten, da dort genügend Platz zum Beispiel zum Lagern von Ausstellungskäfigen war, sagte die Züchterin.

Jutta Allan ist auch nach all den Jahren immer noch begeistert vom Hobby Rassegeflügelzucht. „Die Aufzucht der Tiere, die Geselligkeit bei verschiedenen Ausstellungen und der Austausch mit Gleichgesinnten machen viel Spaß“, sagt sie. Außerdem mag sie die so genannten Tierbesprechungen: Dabei werden Jungtiere von Preisrichtern begutachtet, aber nicht gewertet. „Von den Preisrichtern erhalten die Züchter wertvolle Tipps. Sie wissen dann, woran sie noch arbeiten müssen und was bereits schön ist“, sagt Allan. Und auch Nachwuchssorgen habe der Verein nicht mehr. „Es sind wieder neue Züchter hinzugekommen“, freut sich Allan.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare