Geldsegen für den Verein Polymer FM

Einfach mal arbeiten

Geld für die Kunst: Der Verein Polymer FM, repräsentiert durch Vorstandsmitglied Nicole Arend (links) und die Vorsitzende Sabine Lauer (Zweite von links) freuen sich über die finanzielle Förderung, überbracht durch die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung Kristina Luxen und Jan Klingelhöfer (beide SPD). Foto: sh

Fechenheim (sh) – Positive Botschaften aussenden und Mitmenschen anregen, sich stärker mit ihrem Heimatstadtteil zu identifizieren – das hat sich der Fechenheimer Verein Polymer FM, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, auf die Fahnen geschrieben.

Die Aktionen und Projekte des Vereins kommen auch bei der Stadtpolitik gut an, sodass es eine finanzielle Unterstützung von der Römer-Koalition in Höhe von 21. 000 Euro für Polymer FM gibt. Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung Kristina Luxen und Jan Klingelhöfer (beide SPD) überbrachten die gute Nachricht und schauten sich zugleich in dem kleinen Atelier zwischen Alt-Fechenheim und Martin-Böff-Gasse um.

„Und das haben tatsächlich Schüler gemalt?“, fragt Luxen staunend und fährt mit den Fingern über ein Bild, das in Enkaustik – malen mit Wachs – geschaffen wurde. Sabine Lauer, Vorsitzende von Polymer FM, bestätigt dies. Die Enkaustik-Bilder sind während des Frankfurt-East-Side-Stipendiums entstanden, das der Verein jährlich für kunstinteressierte Schüler aus dem Frankfurter Osten anbietet. In dieses Projekt wird auch ein großer Teil des städtischen Geldsegens fließen. Bis zu acht Stipendiaten setzen sich künstlerisch mit einem bestimmten Thema auseinander. Angeleitet werden sie von Sabine Lauer. Als Arbeitsstätte dient das Atelier. Die benötigten Materialien bekommen die Teilnehmer gestellt – lediglich etwas zu essen für die ganze Gruppe bringen die Jugendlichen selbst mit.

„Die Stipendiaten arbeiten nachhaltig und zukunftsorientiert“, sagt Lauer. Oft entsteht dabei Kunst im öffentlichen Raum oder Aktionen wie die „Lebenden Mülleimer“, bei der die Teilnehmer mit kreativ gestalteten Mülleimern durch Fechenheim liefen und dazu aufriefen, Abfälle nicht auf die Straße zu werfen.

Neben dem künstlerischen Schaffen kommen die Jugendlichen, die ganz unterschiedlicher Nationalität sind, ins Gespräch. „Sie reden dann häufig über ihre Religion. Das ist ein sehr spannender Austausch“, sagt Lauer. Das aktuelle Stipendium startet noch im Januar. „Dieses Mal werden die Teilnehmer dem Thema ,Zerstörung – Lust und Frust’ künstlerisch auf den Grund gehen“, verrät Lauer.

Der andere Teil des Gelds wird für den Einsatz eines Bundesfreiwilligen (BFD) verwendet. „Ohne die könnte der Verein viele Projekte gar nicht stemmen“, sagt Lauer. So kümmerten sich die „Bufdis“ in der Vergangenheit zum Beispiel um Fechenheims Internetseite (www.fechenheim-portal.de), kreierten Flyer und machten die Ehrenamtsbörse „Fechenheimer Helden“ publik. „Mit dem Geldsegen können wir einfach mal sorgenfrei arbeiten“, sagt Lauer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare