Nachhaltiges Gewerbegebiet erhält Glasfasernetz

Auf ins digitale Zeitalter

Spatenstich fürs Glasfasernetz im Nachhaltigen Gewerbegebiet: Oliver Schwebel, Markus Frank und Frank Geltinger (von links). Foto: p

Fechenheim (red) – Den Standort nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien zu entwickeln – dies ist im Nachhaltigen Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach erfolgreich gelungen: Drei Jahre nach dem Startschuss verkündet Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) den Glasfaserausbau im bundesweit einzigartigen Modellprojekt.

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2016 wurde durch die Wirtschaftsförderung Frankfurt ein Standortmanagement eingerichtet, das vor Ort die Standortentwicklung koordiniert, moderiert und organisiert. Das 185 Hektar große Gebiet erstreckt sich nördlich der Hanauer Landstraße bis zum Seckbacher Ried und gehört mit dem Frankfurter Osthafen zu den größten und ältesten Industrie- und Gewerbegebieten der Stadt. Das Interesse am Glasfaserausbau wurde bereits zum Projektstart abgefragt. Verschiedene Anbieter scheiterten allerdings an der Kundenakquise. Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser präsentierte ihr Vorhaben erstmals im Sommer 2018 vor Interessierten am Standort und schloss ein Jahr später die Vorvermarktungsphase erfolgreich ab.

„Wir freuen uns, dass die Unternehmen im Nachhaltigen Gewerbegebiet nun zeitnah den Zugriff auf leistungsfähiges Internet erhalten werden. Dabei wissen wir auch, dass die Herausforderungen im Projektverlauf enorm sind“, sagte Wirtschaftsdezernent Frank.

Nachdem die konkreten Ausbauplanungen und Bauabstimmungen erfolgreich angelaufen sind, wurde nun die Bauphase terminiert. Aufgrund der Großbaustelle Riederwaldtunnel und des komplexen Genehmigungsverfahrens wird der Baubeginn im zweiten Quartal 2020 sein. „Am Standort Seckbach und Fechenheim-Nord werden wir 6500 Meter Glasfaser verlegen und somit mehr als eine halbe Million Euro in den Ausbau investieren. Essentiell für den Erfolg der Vermarktungsphase war das vorhandene Netzwerk der Standortinitiative FFN und des Standortmanagements der Wirtschaftsförderung Frankfurt“, sagte Frank Geltinger, Bereichsleiter Geschäftskundenvertrieb bei Deutsche Glasfaser. Die Verlegung der Leitungen soll im Fußweg erfolgen, was die Beeinträchtigungen während der Bauzeit minimiere.

„Ein Schwerpunkt des Pilotprojekts Nachhaltiges Gewerbegebiet war seit dessen Etablierung der Ausbau einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur. Wir sind sehr froh darüber, dass dank der Deutschen Glasfaser mehr als 350 Unternehmen nun ein Anschluss im Nachhaltigen Gewerbegebiet ermöglicht wird und der Standort somit einen weiteren positiven Standortfaktor erhält. Mit der neuen Bandbreite wird die Wettbewerbsfähigkeit verbessert, sodass die Unternehmen den Aufgaben des digitalen Zeitalters gewachsen sein werden“, sagte Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Den Unternehmen im Industrie- und Gewerbegebiet Fechenheim-Nord und Seckbach steht damit in naher Zukunft eine garantierte Bandbreite von mindestens 300 Megabit bis zu zehn Gigabit pro Sekunde zur Verfügung. Das ist eine Vervielfachung der aktuellen Leistung und ermöglicht Jürgen Schiller, dem Geschäftsführer von Westfalia Eichmann, den Aufbau eines Onlineshops nach heutigen Maßstäben. „Aktuell können wir im Büro und Lager lediglich per Richtfunk den Internetanschluss vom 50 Meter entfernten Verkaufsgebäuden nutzen. Mit dem neuen Glasfaseranschluss können wir nun in die digitale Zukunft am Standort starten“, erklärte Schiller.

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