Moderner Unterricht an der Schule am Mainbogen

Die „Big Five“ des Miteinanders

Vertrauen ist gefragt: „Sehende“ Schüler navigieren „blinde“ durch einen Parcours. Foto: p

Fechenheim (red) – Schnell kommen die Schüler der fünften Klasse dahinter, wer die „Big Five“ an der Schule am Mainbogen sind: Fünf wichtige Regeln, die für das Miteinander im Schulalltag unentbehrlich sind.

Und diese Regeln galt es, gemeinsam mit den Schulsozialarbeitern Burcin Zeybek, Franziska Rönick und Julia Rühmling zu entwickeln.

„Ich halte alles in Ordnung“ – so die erste Regel, bei der kreative Namensschilder gebastelt wurden. Für das nächste Spiel mit dem Namen „Hooopomaania“ waren Kooperation, Hilfsbereitschaft und gemeinsames Agieren von großer Bedeutung: Die Schüler mussten im Kreis einen Hula-Hoop-Reifen weiterreichen, ohne die Hände loszulassen. Dabei durfte der Reifen nicht den Boden berühren. Dabei entstand die zweite Regel: „Ich achte auf mich und auf andere“.

Viel schwieriger war die Übung „Schwebestab“, bei dem ein auf den Fingern liegender Stab abgesenkt werden musste, was zum Missfallen der Gruppen nicht gelang. Dieses Spiel lieferte wichtige Hinweise für die dritte Regel: „Ich verletze niemanden mit Worten oder meinem Körper“.

Viel Vertrauen verlangte die Übung, bei der Schüler mit verbundenen Augen von ihren Klassenkameraden durch einen Parcours navigiert wurden. Daraus leiteten die Schüler den Satz ab: „Ich habe Vertrauen“.

Die nächste Übung hieß „Yin und Yang“. Orientiert an dem chinesischen Symbol sollten sich die Schülerinnen und Schüler über ihre Stärken und Schwächen bewusst werden. Dadurch wurde schnell deutlich, dass jeder Schwächen hat und diese Tatsache auch vollkommen normal ist. Die Regel lautet: „Ich darf auch mal schwach sein“.

Für die Schüler ging diesmal der Schultag schnell zu Ende mit der Erkenntnis, dass sie in der Schule nicht nur in Deutsch, Mathe, Englisch und Bio Wichtiges lernen, sondern auch beim gemeinsamen Agieren und Spielen. „Das soziale Lernen hat in der Schule am Mainbogen einen genauso hohen Stellenwert wie die Schulfächer“, sagt Schulleiterin Christine Georg.

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