Initiative Faires Handwerk der Maler- und Lackiererinnung geht in die Breite

Betriebe legen Wert auf Qualität

Felix Diemerling, Thomas Rappmann und Andreas Heinzelmann haben die Fairness im Handwerk im Blick. Foto: p

Fechenheim (red) – Die Initiative Faires Handwerk der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main mit Sitz in Fechenheim weitet sich aus.

Als erste Interessensvertretungen anderer Gewerke haben sich die Innung „Sanitär Heizung Klima Frankfurt“ und die Innung für elektro- und informationstechnische Handwerke Frankfurt sowie der Landesinnungsverband des Glaserhandwerks in Hessen der Initiative angeschlossen. Weitere Gewerke haben bereits Interesse bekundet. Darüber hinaus sind die Maler- und Lackiererinnungen Lahn-Dill und Düsseldorf als erste Malerinnungen aus anderen Regionen hinzugekommen. Auf lokaler Ebene in Frankfurt, Offenbach und Darmstadt ist die Initiative bereits auf mehr als 40 Malerbetriebe angewachsen.

Mit der Ankündigung der neuen Mitglieder stellt die Initiative auch ein neues Logo vor. In der bisherigen Version waren die drei Schilde als Berufskennzeichen der Maler integriert. Das neue Logo zeigt nun den Handwerksdaumen und lässt sich damit gewerkeübergreifend nutzen.

„Die Initiative nimmt nun richtig Fahrt auf. Wir scheinen einen wunden Punkt in unserer Gesellschaft getroffen zu haben“, sagt Felix Diemerling, Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main. „Mit den Innungen und Verbänden, den zahlreichen lokalen Betrieben und weiteren Unterstützern aus dem Handwerk und der Politik haben wir kraftvolle Partner an der Seite.“

Da auf dem Bau unfaire und illegale Beschäftigungsmodelle boomen, hat sich die Initiative zum Ziel gesetzt, Lohn-Dumping und Schwarzarbeit zu verhindern, Transparenz und Rechtssicherheit für Kunden zu schaffen sowie Arbeitsplätze zu erhalten. Nach dem Start im Januar hat die Innung ihre Aktivitäten vielen anderen Interessensvertretungen, Kreishandwerkerschaften und weiteren Organisationen vorgestellt. So auch im Mai, als sie der Einladung von Frankfurts Stadtrat und Wirtschaftsdezernent Markus Frank in den Frankfurter Römer folgte und dort Vertreter anderer Gewerke informierte.

„Fairness im Handwerk spielt auch für unsere Mitgliedsbetriebe eine große Rolle. Daher haben wir uns der Initiative angeschlossen“, erklärt Thomas Rappmann, Vorstandsmitglied und Technischer Leiter der Innung Sanitär Heizung Klima Frankfurt. Andreas Heinzelmann, stellvertretender Obermeister der Innung für elektro- und informationstechnische Handwerke Frankfurt, ergänzt: „Das gleiche gilt für das Elektrohandwerk, denn auch wir kennen die Problematik: Schwarzarbeit und unqualifizierte Billiganbieter schädigen die Branche, die Sozialversicherung und die Sozialkassen – und letztendlich die Verbraucher und die gesamte Gesellschaft.“

Kern der Initiative Faires Handwerk ist eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung der Handwerksbetriebe. In dieser sind Standards definiert, die die gesetzlichen Vorgaben beinhalten und über diese sogar hinausgehen. Ihr wesentliches Merkmal ist die Ausführung der Kernleistungen mit eigenen, sozialversicherungspflichtig angestellten Mitarbeitern. Daneben umfasst die freiwillige Erklärung eine Reihe weiterer Punkte, die die Betriebe etwa zur Einhaltung von Mindestlohn, Arbeitssicherheit und Datenschutz sowie zur Einstellung von Fachpersonal verpflichten. Kunden soll die Selbstverpflichtungserklärung die Möglichkeit bieten, einen verantwortungsvollen Betrieb, der Wert auf Qualität, Fairness und eine Gewährleistung im Schadensfall legt, zu erkennen.

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