Heimat- und Geschichtsverein feiert 40-jähriges Bestehen

Ausstellung zeigt Vereinsarbeit

Zu den Höhepunkten des 40-jährigen Bestehens des Heimat- und Geschichtsvereins gehört der Festumzug im TSG Fechenheim-Jubiläumsjahr. Foto: p

Fechenheim (red) – Der Heimat- und Geschichtsverein Fechenheim blickt in diesem Jahr auf 40 Jahre Vereinstätigkeit zurück. Er wurde von den Teilnehmern eines Volkshochschulkurses und anderen Interessenten in der Gründungsversammlung am 27. Juni 1979 ins Leben gerufen.

Die 1000-Jahr-Feier von Fechenheim im Jahr 1977 und die Erinnerung „50 Jahre Eingemeindung nach Frankfurt“ im Jahr 1978 waren die Anlässe für die Interessenten sich tiefergehend mit der Geschichte des Stadtteils zu befassen.

„Schon am 1. September 1979 zum jährlichen Fechenheimer Fischerfest trat der Verein mit einer Ausstellung im Hof der ehemaligen Gaststätte ,Zum Schwan’ in die Öffentlichkeit“, erinnern sich die Vereinsmitglieder. Dieser Hof war für viele Jahre der Standort der jährlichen Ausstellungen des Vereins zum Fischerfest. „Wir sind dem Ehepaar Popp noch heute für diese Möglichkeit dankbar“, sagt der Vereinsvorsitzende Hermann Altpaß.

Die Ausstellungen der folgenden Jahre zeigten oft auch praktische Darstellungen von mittlerweile historischen Handwerksberufen wie Schmiede und Portefeuillier.

Neben den Ausstellungen hat sich der Verein mit der Herausgabe von Büchern befasst. Das erste Buch war ein Nachdruck des Buches „Fechenheim zu Kriegszeiten“ von Polizeikommissar Ernst Stein aus dem Jahr 1905 im Jahr 1979. Es folgten Bücher über Fechenheimer Flurnamen, die Grenzsteine, 100 Jahre Fechenheimer Rathaus sowie die Fechenheimer Straßennamen und deren Geschichten – dazu gab es zwei Auflagen. Weitere Bücher befassten sich mit der Mainkur und ihren Gasthäusern, den Fechenheimer Schulen und der Postgeschichte. Das Buch „Fechenheim 1933 bis 1948“ war das bisher umfangreichste an Seiten und Bildern. „Leider sind einige Bücher nur noch in geringer Stückzahl vorhanden und es müssten Neuauflagen hergestellt werden“, erklärt Altpaß.

Im Jahr 1992 stellte das Ehepaar Popp dem Verein das Ladenlokal Alt-Fechenheim 123 für den „Tante Emma Laden“ zur Verfügung. „Seit der Eröffnung im Mai 1993 wurde dieser von vielen Schulklassen besucht und ein Team von RTL hat Filmaufnahmen dort gemacht“, berichtet Mitglied Harry Kollatz.

Nachdem der Verein seine Zusammenkünfte viele Jahre im Rathaus abgehalten hatte, bezog er 1997 einen Raum im Vereinszentrum am Mainbörnchen und hatten so ein erstes festes Domizil für seine Arbeit und für Sitzungen. Dazu kam 2007 schließlich noch der große Saal im Mainbörnchen am Burglehen, in dem seit 2007 Ausstellungen und andere Aktivitäten stattfinden.

Das Jahr 2010 stand ganz im Zeichen des 150-jährigen Bestehens der TSG Fechenheim. Das war dann auch das Thema der Ausstellung zum damaligen Fischerfest. An dem Festzug der TSG durch Fechenheim hat der Verein in historischen Kleidern teilgenommen.

2014 unternahm der Verein eine Busfahrt nach Michelau bei Nidda. Dort besichtigten die Teilnehmer den Steinbruch aus dem die Steine für das Ehrenmal auf dem Fechenheimer Friedhof stammen. Bei einer Führung gab es Erläuterungen zu dem inzwischen stillgelegten Steinbruch. Ein Besuch in einer Käserei mit einer Verkostung und einer Kaffeepause in Bad Salzhausen haben diesen Ausflug abgerundet. Eine weitere Tagesfahrt ging drei Jahre später zu den Kelten und Römern nach Waldgirmes und zum Dünsberg mit interessanten Besichtigungen und Gesprächen.

Die diesjährige Ausstellung zum Fischerfest zeigt Bilder aus den 40 Jahren Vereinsarbeit, aber auch Gegenstände aus Ausstellungen die sich mit der Zeit des vergangenen Jahrhunderts beschäftigen. Die Ausstellung ist während des Fischerfestes am 7. September von elf bis 18 Uhr und an den Sonntagen 8., 15., 22. und 29. September von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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