Slowenien verbindet

Weltgebetstag der Frauen in der Heilig Kreuz Kirche

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Das Weltgebetstag-Team hatte den bunten Gottesdienst und das anschließende Buffet mit Suppe nach slowenischem Rezept aufwändig vorbereitet.

Bergen-Enkheim (zko) – Viele Besucher fanden sich zum Weltgebetstag der Frauen in der katholischen Kirche Heilig Kreuz in Enkheim ein. Das ökumenische Vorbereitungsteam hatte sich ins Zeug gelegt, um ein schönes Fest zu veranstalten.

Zuständig für die Organisation waren die Frauen der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Kreuz mit Unterstützung des Evangelischen Frauenkreises Bergen und den Damen der Evangelischen Frauenhilfe Enkheim. Die Gottesdienstordnung kam in diesem Jahr aus Slowenien, ein kleines europäisches Land, das „als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt“ gilt, wie im Gottesdienst zu hören war. Die ausgesuchten Gebete verbinden jedes Jahr am ersten Freitag im März Menschen aus mehr als 120 Ländern, welche diese Gottesdienstordnung in verschiedenen Zeitzonen 24 Stunden lang rund um den ganzen Erdball bei sich zelebrieren. Seit 130 Jahren setzt sich diese ökumenische Bewegung für mehr Verständnis untereinander und mehr gesellschaftliche Teilhabe speziell der Frauen ein.

Die Losung der slowenischen Frauen lautete „Kommt, alles ist bereit!“ und ein großer Tisch war in der Gottesdienstordnung vorgeschlagen, um zu versinnbildlichen, dass am gedeckten Tisch Platz für alle ist. Der anfänglich leere Tisch in der Mitte des Enkheimer Kirchenraumes wurde von den Frauen des Teams Stück für Stück gedeckt: Mit einem traditionellen slowenischen Brot, mit der Bibel, mit Salz als Zeichen für die Würze des Lebens, mit Rosmarin, was für die Fülle und Düfte der Natur steht, mit Honig, der Himmelsspeise, und mit roten Nelken, die in Slowenien Sinnbild für den Sozialismus sind und den Frauen am Weltfrauentag überreicht werden.

Als der Tisch mit guten Gaben reichlich gefüllt war, begann das ökumenische Team wechselseitig mit der Verlesung der Gottesdienstordnung. Fünf slowenische Frauen unterschiedlichen Alters und Bildungsstandes sowie ein Mädchen kamen in den Texten zu Wort, um auf die Traditionen und Möglichkeiten, aber auch auf Sorgen und Nöte der Bevölkerung aufmerksam zu machen. Die rhythmisch eingängigen und fröhlichen Lieder, die die Texte gekonnt voneinander abhoben, wurden von der in der katholischen Pfarrgemeinde bewährten Musikgruppe Jubilate kraftvoll angestimmt und begleitet.

Im Anschluss an den kurzweiligen und intensiven Gottesdienst gab es, wie bei den Weltgebetstagen üblich, ein gemeinsames Essen im Gemeindezentrum der katholischen Pfarrgemeinde. Die Fastensuppe, nach einem slowenischen Rezept zubereitet, wurde bei guten Gesprächen von der ökumenischen Gesellschaft gemeinsam verspeist.

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