Verein bringt Schrauber zusammen

Oldtimer-Treffen der PEP Cars auf Berger Marktplatz

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Besucher nutzen die Gelegenheit, die Karossen beim PEP Cars-Treffen unter die Lupe zu nehmen.

Bergen-Enkheim (zbs) – Immer am 1. Mai verwandelt sich der Berger Marktplatz traditionell in ein großes Freilichtmuseum, dessen Ausstellungsstücke rund 400 historische US-Cars und andere Oldtimer sind.

Organisiert vom Bergen-Enkheimer Verein PEP Cars treffen sich dort bei Speisen, Getränken und Musik Oldtimer-Besitzer und Schrauber aus ganz Hessen, um sich auszutauschen und ihre Fahrzeuge zu bestaunen. Bei Sonnenschein und einer milden Frühlingsbrise schlenderten die zahlreichen Besucher durch die Reihen an geparkten Autos. Der Eintritt war frei. Die Zusammenkünfte haben inzwischen eine Dimension erreicht, wie sie sich Gründungsmitglied und Vereinsvorsteher Matthias Rossel ,,vor 14 Jahren so nie erträumt” hätte. Zwischenzeitlich, die Veranstaltung begann um zehn Uhr und erstreckte sich über den ganzen Tag, war jede noch so kleine Lücke in den fast 350 Standplätzen belegt.

Der Verein, der dieses Jahr 20-jähriges Bestehen feiert hat auch einen Ableger in Kaiserslautern, der das Ganze mitorganisiert hat. Die vielen freiwilligen Helfer in ihren gelben Warnwesten verständigten sich durch Walkie-Talkies und machen durch eine ausgeklügelte Logistik und große Motivation immer wieder einen reibungslosen Ablauf möglich.

Die Subkultur der Schrauber und Sammler wächst von Jahr zu Jahr und mit ihr die Begeisterung, die die Menschen etwa für alte Militärwagen, glänzende Chevrolets und riesengroße Trucks aufbringen können. Jedes der Exemplare ist entweder ein seltenes US-Car oder mindestens 30 Jahre alt, also als „Oldtimer” offiziell klassifiziert und erzählt seine eigene Geschichte. Da steht ein amerikanischer ausrangierter Schulbus, der nach einer langen Odyssee den Weg nach Bergen-Enkheim fand. Neben ihm Quads und Polizeiwagen aus Kalifornien.

Die meisten Besitzer gingen den Tag entspannt an. Viele haben sich zwar schon im Morgengrauen auf den Weg gemacht, um sich einen attraktiven Platz zu sichern – dann aber mit Campingstühlen, einer Kühlbox und Snacks im Gepäck. „Man kennt sich ja inzwischen auch ein wenig untereinander, da ist es ganz schön, auch mal gemütlich zu sitzen und zu plauschen.”, sagte eine US-Car Besitzerin, die aus Nordhessen auf den Berger Marktplatz gekommen war.

Für Gäste gab es allerdings auch Verpflegung – direkt vom Grill – an zahlreichen Essens- und Getränkeständen. Die Helfer hatten am Vortag ein großes Bierzelt aufgespannt, aus dem die Rock ’n’ Roll-Musik weit über den Platz zu hören war. Jeder Besitzer der wollte, durfte seinen Wagen dort vorfahren und begutachten lassen. Für denjenigen, der zuletzt am meisten Lob und Anerkennung erntete, stand ein Pokal bereit. Doch auch die Verlierer können sich trösten: Ein Freibier steht jedem Aussteller von Anfang an zu.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann dann im Oktober beim nächsten großen Treffen vorbeischauen. Anschauen kostet nichts.

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