Neue Apfelweinkönigin: Sissy I. übernimmt das Zepter von Trina I.

Tränen und Lächeln dicht beieinander

Trina I. (links) verabschiedet sich. Ihre Nachfolgerin Sissy I. wurde von Oberbürgermeister Peter Feldmann gekrönt. Foto: sh

Bergen-Enkheim (sh) – Mit dem Dank an ihre Mutter kullern dann doch die Tränen. Bergen-Enkheims scheidende Apfelweinkönigin Trina I.

hält sich bei ihrer Verabschiedung im Festzelt auf dem Berger Markt ganz tapfer, aber die Worte: „Danke, liebe Mama, dass Du die ganze Zeit für mich da warst“, bringt sie kaum heraus. Das Publikum ist gerührt und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, der mit ihr auf der Bühne steht, um ihre Nachfolgerin Sissy I. zu krönen, spricht ihr Mut zu.

Trina I. hat sich schnell gefasst und zeigt wieder ihr Markenzeichen: Ihr gewinnendes, charmantes Lächeln. „Du warst unser Sonnenschein“, sagt die Niederdorfelder Kürbiskönigin Carolin I., die mit weiteren Gasthoheiten zur Verabschiedung von Trina und zur Krönung von Sissy I. vom Hessen-Center in schmucken Oldtimern auf den Berger Marktplatz gekommen ist. „Du hast unseren Stadtteil würdig vertreten“, bestätigen Markus Graff vom Verkehrsverein Bergen-Enkheim und Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese.

Das Zepter mit dem hölzernen Apfel darauf liegt nun in den Händen von Sissy I., die mit bürgerlichem Namen Elizabeth Cale heißt und deren Mutter Sylvia Weil im Jahr 2002/03 das ehrenvolle Amt innehatte. Das Vereinsleben habe in ihrer Familie einen hohen Stellenwert, sagt die 45. Bergen-Enkheimer Apfelweinkönigin in ihrer Antrittsrede. „Ich freue mich, die Tradition fortzuführen und bin schon gespannt auf die vielen Termine“, erklärt sie und hebt das Gerippte mit dem goldfarbenen Apfelwein in die Höhe. Moderator Ralf Meik verspricht der neuen Hoheit ein Jahr, das sie nie vergessen wird. Im Hintergrund nickt Trina eifrig. Sissys Freund muss Meik allerdings warnen: „Der Prinz darf nur hinterherlaufen!“

Frankfurts Stadtoberhaupt hatte nicht nur die Ehre, Sissy I. das Diadem aufzusetzen und die Schärpe umzuhängen, er eröffnete zusammen mit Renate Müller-Friese den Berger Markt. „Bergen-Enkheim ist die Kornkammer von Frankfurt gewesen – sozusagen die Vorform unserer Frankfurter Messen. Deshalb zeichnet sich dieser Stadtteil auch durch Heimatverbundenheit und Offenheit aus. Der Berger Markt führt alle zusammen: Alt und Jung und alle Nationen“, sagte Feldmann. Und für die Besucher wurde viel geboten. „Wir haben uns Mühe gegeben, den Markt aufzupeppen und gleichzeitig die Tradition in den Vordergrund zu stellen“, erklärte Renate Müller-Friese. „Es gibt wieder die Marktburschen, einen tollen Umzug und einen Erzeugermarkt. Die Gewerbetreibenden und die Vereine bringen neuen Schwung in den Markt“, freute sich die Ortsvorsteherin. Auch der Dank an alle, die ehrenamtlich und im Hintergrund tätig sind, wurde nicht vergessen.

Mit Gute-Laune-Musik der 70er und 80er Jahre der Band Hot Stuff ging der Eröffnungsabend weiter. Außerhalb des Festzelts bummelten die Besucher über den Kunsthandwerkermarkt, drehten eine Runde im Karussell, entspannten bei Cocktails, genossen Gegrilltes oder Süßes, trafen sich zum Plaudern und freuten sich auf die anstehenden Markttage mit weiteren Musik-Acts und Programmpunkten.

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