Fesselnder Vortrag bei den Bergen-Enkheimer Landfrauen über Neuseeland

Von tätowierten Maoris vor mystischer Kulisse

Anna-Maria Traut berichtete beim Landfrauenverein von ihrer Neuseeland-Rundreise. Foto: p

Bergen-Enkheim (red) – „Kia ora Aotearoa“. Mit „Willkommen in Neuseeland“ könnte man diese Worte aus der Sprache der Maori übersetzen.

Die Bergen-Enkheimer Landfrauen, die in das „Land der weißen Wolken“, wie Neuseeland in der Sprache der Maori auch genannt wird, aufgrund der großen Entfernung nicht persönlich besuchen können oder möchten, freuten sich über den Besuch von Oberstudienrätin Anna-Maria Traut. Sie berichtete von ihrer 17-tägigen Rundreise durch das faszinierende Land, die sie 2016 unternommen hatte.

Mit wunderbaren Bildern vermittelte sie den Anwesenden anschauliche Eindrücke ihrer Reise, die noch lange bei den Zuhörerinnen nachhallten. Jeder Tag sei ein Abenteuer gewesen, sagte Traut. Die spektakulären Landschaften, immer noch aktive Vulkane, riesige Gletschergebiete, Stauseen, Geysire und verlassene Goldgräberstädte gab es Tag für Tag zu bestaunen. Deshalb sei es für sie auch kein Wunder, dass vor dieser mystischen Kulisse J. R. R. Tolkiens Fantasy-Trilogie „Der Herr der Ringe“ verfilmt wurde.

Besonders hob die Referentin die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit sowohl der Neuseeländer als auch der Maori hervor. Die Maori-Kultur sei nach wie vor ein wichtiger Bestandteil im Leben der „Kiwis“, wie die Neuseeländer gerne genannt werden. Herrliche Schnitzereien, traditionell gewebte Textilen und schönen Jade-Schmuck gab es zu bewundern. Nicht zu vergessen auch die kunstvollen Tätowierungen auf den Körpern der Maori, die bis heute noch verbreitet seien.

Etwas befremdlich mag es jedoch auf manche wirken, wenn die Maori-Männer die Zunge weit herausstrecken. Dazu erklärte die Referentin, dass dies ein besonderes Zeichen männlicher Stärke sei. Die Männer drücken damit ein „verlängertes, kriegerisches Verhalten“ aus. Sicher weckten diese vielfältigen Eindrücke bei mancher Landfrau das Interesse, einmal selbst die Strapaze der langen Fernreise auf sich zu nehmen und dieses wundervolle Land zu besuchen. „Aber Achtung! Zunge rausstrecken ist in Deutschland nicht schicklich“, lautete das Fazit der Landfrauen nach einer rundum gelungenen Veranstaltung.

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