Hobbykünstler Jürgen Kneusel präsentiert seine Weihnachtskrippe

Auf der Suche nach der Herberge

Jürgen Kneusel präsentiert den neuen Teil seiner Krippe mit dem Titel „Herbergssuche“. Foto: zko

Bergen-Enkheim (zko) – Die Erweiterung der Bergen-Enkheimer Weihnachtskrippe mit dem Titel „Herbergssuche“ ist dem Hobbykünstler Jürgen Kneusel wunderbar gelungen.

Im Andachtsraum der Katholischen Kirche Heilig Kreuz in Enkheim ist diese neue Szene zu der von vergangenem Jahr, die die Geburt Jesu zeigt, hinzugekommen.

Aus allen Blickwinkeln gibt es viele faszinierende Details zu entdecken: Schaut man „in die Ferne“, sind am Berghang Menschen und beleuchtete Häuser zu sehen. Sieht man durch die Fenster der liebevoll und äußerst genau gestalteten Häuser im Vordergrund, sind Familien zusammen am Tisch sitzend zu erkennen oder auch Menschen, die sich bereits zu Bett begeben. In den Werkstätten herrscht emsige Geschäftigkeit: Eine am Haus fehlende Tür steht bereits fertig an die Wand der Schreinerei gelehnt und die noch nicht eingebauten Fenstergitter sind in der Schmiede schon zum Abtransport bereit.

Ein Feuerchen flackert in der Werkstatt, das Jürgen Kneusel aus geschredderten CD-Hüllen und echten Holzstückchen gefertigt hat, damit es so naturgetreu wie möglich aussieht. Für die strohgedeckten Unterstände ist der Künstler im Sommer lange auf dem Feld unterwegs gewesen, bis er Strohhalme ausgesucht hatte, die die passende Dicke hatten und auch keine Knicke aufwiesen. „Ich habe immer wieder Ideen für die Details entwickelt, manche umgesetzt, manche verworfen, ausprobiert und verfeinert“, sagt der handwerklich begabte Ruheständler. Großen Spaß habe es ihm gemacht, sodass er die Idee des Hausherrn Pfarrer Uwe Hahner, noch die Szene „Flucht nach Ägypten“ zu gestalten, nicht von vornherein ablehnt.

Alles in allem hat er mit Hilfe seiner Frau Elfi rund 2000 Stunden mit der Herstellung der zwei Meter breiten Szenerie „Herbergssuche“ verbracht, weil er alles rundum perfekt machen wollte. „Den Himmel habe ich drei Mal malen müssen, bevor ich ganz zufrieden war“, erläutert er. „Die Recherche für viele Figuren, die ich bestellt habe, hat auch viel Zeit in Anspruch genommen, denn ich hatte ganz feste Vorstellungen, wie Maria und Josef aussehen sollen und musste auf die Größenverhältnisse, das Material und das Zusammenspiel mit den anderen Figuren achten. Schließlich habe ich die Holzfiguren bei einem Händler in Südtirol entdeckt und bestellt.“

Der Künstler freut sich über die große Resonanz seiner beeindruckenden Krippe. Die positiven Reaktionen der Bergen-Enkheimer sind ihm sehr wichtig. Täglich von acht bis 18 Uhr ist der Andachtsraum frei zugänglich und die wundervolle Krippe wird voraussichtlich bis Sonntag, 2. Februar 2020, (Maria Lichtmess) ausgestellt sein. Die Besichtigung der Krippe ist frei, über Spenden freut sich der Künstler.

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