Sportlicher Spaß

TV 1874 Enkheim organisiert seit vier Jahren Ferienspiele

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Ballzauber im Sand: Tii Kim (links), Peter Krautwurst (rechts) und Helena Wachsmuth (daneben) mit den Kindern beim Volleyball.

Bergen-Enkheim (jf) – „Nein, du musst weiter hinter, du stehst zu nah!“ Dieser Junge hat wohl schon Erfahrung im Volleyball spielen auf dem Sandboden des TV Bergen-Enkheim hinter der Geschäftsstelle.

Vielleicht ist er ja bereits das vierte Mal bei den Ferienspielen des Vereins dabei. Spaß macht das Spiel allen Kindern. Oder fast allen; drei der Kleinsten buddeln lieber im Sand. „Das ist auch kein Problem. Ich verstehe, dass die Sechsjährigen, die kaum ans Netz reichen, sich irgendwann lieber anderweitig beschäftigen. Aber alle haben es zunächst versucht“, sagt Helena Wachsmuth, die als Jugendwartin seit 2016 die Ferienspiele in einer Sommerwoche organisiert. Sie legt Wert auf ein buntes Programm, das am ersten Tag mit Spielen zum Kennenlernen und Schnupperkursen beginnt.

Das Angebot an Sportarten ist groß und kommt bei den Kindern gut an: Parcours – geleitet von Georg Mahnke, der Ende August sein Freiwilliges Soziales Jahr abschließt, Tischtennis und Tennis, Turnen, Trampolin, Volleyball, Handball und Schwimmen. 20 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren sind für die Sportspiele in der letzten Ferienwoche angemeldet. Zwischen neun Uhr und 16 Uhr ist Bewegung angesagt, zwischen zwölf Uhr und 13 Uhr ist Mittagspause. Das Essen kommt von einer Kita.

Rund 1500 Mitglieder hat der Turnverein, ein Drittel ist unter 16 Jahren. „Das jüngste Mitglied ist 2018 geboren, das älteste 1922“, informiert Mahnke. Er wird auch nach seinem FSJ als Parcours-Trainer dem Verein treu bleiben. Helena Wachsmuth und Georg Mahnke stehen in der Ferienspielwoche meist zwei Trainer zur Seite, beim Volleyball sind es Tii Kim und Peter Krautwurst. Sie erklären nicht nur die Regeln und geben Tipps, wie man es besser machen kann, sie kümmern sich auch um kleine Probleme. Ein Mädchen hat Sand ins Auge bekommen, Peter Krautwurst begleitet es zum Waschbecken – schnell ist das kleine Malheur behoben.

„Ein Kind mag lieber Ball spielen, ein anderes lieber Trampolin springen. Keines wird zu etwas gezwungen, wer nicht mehr spielen möchte, kann auch malen“, sagt Wachsmuth. Das allerdings macht an diesem Vormittag kein Kind. Zwar gab es nach der regenreichen Nacht Bedenken, im feuchten Sand zu spielen, aber die haben sich unter der wärmenden Sonne schnell aufgelöst. Und wo sind die Handys der Kinder? Helena Wachsmuth lacht: „In der Kabine!“ Das scheinbar unverzichtbare Gerät ist schnell vergessen bei Sport und Spiel.

Außerdem gibt es Pläne für eine Erweiterung der Feriensportangebote. „Wir wollen mit den Kindern ab zwölf Jahren nächstes Jahr an einem Wochenende im Sommer zum Kanufahren an die Lahn“, verrät Wachsmuth.

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