Leidenschaft gilt dem Kleingarten

Peter Krumb Zweiter Vorsitzender bei „Möllers Wäldchen“

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Peter Krumb ist Zweiter Vorsitzender des Vorstands des KGV Möllers Wäldchen.

Bergen-Enkheim (zko) – Peter Krumb ist schon seit neun Jahren Zweiter Vorsitzender des Kleingärtnervereins „Möllers Wäldchen“.

Eines hat sich in seiner Amtszeit geändert: Es gibt seit eineinhalb Jahren keinen Ersten Vorsitzenden und Vorstandsmitglied Krumb macht auch die Arbeit, die dieses Amt mit sich bringt. Den Ersten Vorsitz möchte er allerdings nicht übernehmen: „Ich arbeite ehrenamtlich auch für den Deutschen Kinderschutzbund und habe drei Enkel, die weiter weg wohnen und regelmäßig zu Besuch kommen. Für sie möchte ich dann genug Zeit haben.“

Das Vorstandsteam und weitere der mehr als 60 Vereinsmitglieder übernehmen vielfältige Aufgaben, wenn es um die Organisation der vielen Feste und Veranstaltungen in der Kleingartenanlage geht. Im Sommerhalbjahr gibt es fast alle 14 Tage eine Veranstaltung: Das Fest am 30. Mai – der Vatertag, mit Live Entertainment zu dem „Gerhard und Peter ab 10.30 Uhr wieder auflegen“ und an dem Spezialitäten vom Grill sowie Kaffee und Kuchen gereicht werden – steht in den Startlöchern. In den kommenden Wochen gibt es den Country-Rock-Abend, die Vorstellung der Apfelweinkönigin vom örtlichen Verkehrsverein, das Sommerfest des Kleingärtnervereins und die Veranstaltung „Oldies im Kleingarten“ von der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim sowie das beliebte Schelmfest. Seit einigen Jahren feiern auch die vielen Gäste der Waldweihnacht einen stimmungsvollen Abschluss im Vereinshaus von „Möllers Wäldchen“.

Dem Vorstand des Kleingärtnervereins ist es ein wichtiges Anliegen, Begegnungsstätte für Stadtteilbewohner zu sein. Bislang ist es noch Zukunftsmusik, aber es wurde im Vorstand bereits darüber gesprochen, einen Seniorentreff einzuführen. „Mitte April haben wir auch zum ersten Mal eine Pflanzenbörse veranstaltet. Die Idee hatte unser Erster Kassierer Rüdiger Weber. Die Börse war gut besucht und ein großer Erfolg“, berichtet Peter Krumb, pensionierter Kriminalpolizist und seit 25 Jahren begeisterter Kleingärtner. Einen der 47 Kleingärten pachteten Krumbs Frau und er als die eigene Tochter ein Kleinkind war. „Ich finde es auch erstrebenswert, dass Familien mit Kindern die Kleingartenanlage beleben. Das Durchschnittsalter der Pächter beträgt momentan über 60 Jahre. Wir haben zwar viele Anfragen, aber keinen Garten frei. Gerade berufstätigen Menschen tut der Aufenthalt im Kleingarten meines Erachtens sehr gut, da er den Kopf frei macht“, sagt Krumb. Das generationsübergreifende Miteinander funktioniert in diesem Verein auch gut: Ältere geben aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung Tipps rund um Anbau und Pflege von Pflanzen und bekommen dafür von Jüngeren Unterstützung bei körperlicher Tätigkeit im Garten.

Der Verein „Möllers Wäldchen“ richtet sich nach dem Bundeskleingartengesetz, was das konkret heißt, erklärt Peter Krumb: „Zunächst einmal steht das Gelände damit unter Schutz und kann nicht ohne Weiteres in Bauland umgewandelt werden. Des Weiteren bedeutet es, dass auf einem Drittel jeder Grundstücksfläche Obst und Gemüse angebaut wird, ein Drittel mit Zierpflanzen und Rasen begrünt und ein Drittel für die Gartenhütte gedacht ist“.

Die nächsten Vorstandswahlen werden im kommenden Jahr stattfinden. Peter Krumb ist bis dahin und sicher auch darüber hinaus mit viel Energie und Spaß dabei.

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