Aufklärungsaktion zum Toten Winkel

Ein Lastwagenfahrer sieht nicht alles

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Die tolle Zugmaschine begeisterte die Fünftklässler der Schule am Ried. Die Dekra klärte die Kinder mit dem Gefährt über die Gefahren des Toten Winkels auf.

Bergen-Enkheim (sh) – Schwergewichtiger Besuch an der Schule am Ried in Bergen-Enkheim: Die Dekra Automobil GmbH hatte eine schmucke Lkw-Zugmaschine auf dem Schulhof geparkt.

Aber nicht nur als Blickfang: Anhand dieses Brummis erläuterten die Dekra-Mitarbeiter Daniel Kelcec und Donato Rizzi, was ein Lkw-Fahrer aus seiner Kabine heraus alles sieht und – noch viel wichtiger – was er eben nicht sehen kann. Die Fünftklässler lernten anschaulich etwas über die Gefahren des sogenannten Toten Winkels und durften zudem das beeindruckende Gefährt gründlich unter die Lupe nehmen. Mit grünen Absperrbändern und Pylonen verdeutlichten die Experten, welche Bereiche der Lastwagenfahrer über die Rampenspiegel und die Seitenspiegel einsehen kann. Kelcec deutete auf das schräg gespannte Band: „Alles, was sich unterhalb dieser Höhenlinie befindet, kann der Fahrer nicht sehen. Das ist insbesondere beim Rechtsabbiegen gefährlich.“ Daher rät die Dekra Radfahrern dringend, an einem an der Ampel wartenden Lkw nicht rechts vorbeizufahren.

Das haben auch die Fünftklässler an der Schule am Ried gelernt, die zunächst von Donato Rizzi im Klassenraum über die Gefahren des Toten Winkels aufgeklärt wurden, bevor sie sich auf dem Schulhof selbst ein Bild vom Sichtfeld eines Brummifahrers machen konnten. Mit großer Begeisterung erklommen die Mädchen und Jungen das Führerhaus und staunten, wie geräumig dieses ist – und sie erlebten hautnah, dass man neben und vor dem Lastwagen einen größeren Abstand zu dem Fahrzeug halten muss, um vom Fahrer gesehen zu werden.

Abbiegeunfälle in der Zukunft besser vermeiden

Die Schul-Aufklärungsaktion zum Toten Winkel findet im Rahmen der „Aktion Abbiegeassistent“ von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer statt. Um Abbiegeunfälle zwischen Lastwagen und Fußgängern beziehungsweise Radfahrern zu vermeiden, sollen Lkw bis 2022 mit Abbiegeassistenzsystemen aus- oder nachgerüstet werden. Das technische Gerät soll erkennen, wenn sich etwas im toten Winkel befindet und den Fahrer dann warnen. „Dies ist zwar ein guter Schutz, aber man darf sich nicht ausschließlich auf die Technik verlassen“, findet Dekra-Niederlassungsleiter Johannes Vossebrecher. Daher sei vor allem die Sensibilisierung von Schulkindern so wichtig.

Ein besonderes Erlebnis war es für die Kinder, dass sie auf der tollen Zugmaschine – in Maßen – herumtoben konnten. Schließlich steht so ein Vehikel nicht alle Tage auf dem Schulhof. Und als Rizzi den Kindern noch zeigte, wie sie den Lkw zum Zischen bringen konnten, waren sie vollends fasziniert. Claudia Erben von der erweiterten Schulleitung hatte initiiert, dass die Dekra mit dem Brummi auf dem Schulhof Station machte. „Es freut mich sehr, dass die Kinder so interessiert bei der Sache sind“, sagte Erben.

Mehr Informationen zum Thema Toter Winkel und anderen Aspekten der Verkehrssicherheit können online unter www.dekra-roadsafety.com nachgelesen werden.

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