Heilig Kreuz per U-Bahn auf Wallfahrt

Pilger feiern Stadtkirchenfest

Pilger aus Bergen-Enkheim halten die Fahne der Heilig-Kreuz-Gemeinde hoch. Foto: p

Bergen-Enkheim (red) – Aus allen Stadtteilen Frankfurts kamen Katholiken per U-Bahn, zu Fuß und per Schiff zum Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus. Das Gotteshaus beherbergt seit mehr als 1000 Jahren eine Reliquie des heiligen Apostels Bartholomäus.

Bartholomäus wird als Stadtpatron Frankfurts und Namensgeber des Kaiserdoms verehrt. Am Sonntag nach dem Festtag des Heiligen Bartholomäus wird eine kostbare Reliquie, die Schädelplatte des Apostels, der Öffentlichkeit gezeigt und in einer Reliquienprozession verehrt. Dann feiert die Stadtkirche ihr jährliches Stadtkirchenfest.

Auch Gläubige aus der Bergen-Enkheimer Heilig-Kreuz-Gemeinde waren wieder dabei. Sie fuhren gemeinsam mit der U-Bahn von Bergen-Enkheim zur Konstabler Wache. Dort trafen sie sich mit Gemeindemitgliedern aus der Pfarrei St. Josef, hielten dort eine kleine Andacht und pilgerten danach gemeinsam zum Dom.

Der Stadtsynodalrat rief im Vorfeld die Gläubigen auf, in weißer Kleidung am Festgottesdienst teilzunehmen, als Zeichen für eine nötige Veränderung in der katholischen Kirche. Die Initiative dazu geht von der Aktion Maria 2.0 aus, die sich für Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche einsetzt. Außerdem wehren sich die Frauen gegen jede Form von Machtmissbrauch und fordern, die Sexualmoral der Kirche an die Lebenswirklichkeit der Menschen anzupassen und den Pflichtzölibat aufzuheben.

Der Hauptzelebrant dieses feierlichen Gottesdiensts war in diesem Jahr Stadtdekan Johannes zu Eltz. Im Anschluss an den Festgottesdienst feierten alle Besucher auf dem Domplatz das Fest mit Musik, Begegnung, Speisen und Getränken. „Das Stadtkirchenfest ist für mich jedes Jahr ein wunderschönes Ereignis“, sagte Pfarrer Uwe Hahner. „Wir erleben die große katholische Gemeinschaft in Frankfurt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare