Sebastian Muhl leitet Frühjahrskonzert der Stadtkapelle

Neuer Dirigent in Aktion

Sebastian Muhl dirigiert die Stadtkapelle. Foto: p

Bergen-Enkheim (red) – Im Sommer 2018 hat Sebastian Muhl seinen Weg zur Stadtkapelle Bergen-Enkheim gefunden. Zunächst sollte der in Frankfurt wohnende 29 Jahre alte Musiker nur aushilfsweise das Dirigat übernehmen.

Sowohl für den jungen Dirigenten als auch für das Blasorchester stimmte die Chemie so gut, dass eine fortwährende Zusammenarbeit von beiden Seiten gewünscht wurde. Das Frühjahrskonzert der Stadtkapelle am 11. Mai findet unter seinem Dirigat statt.

Die Liebe zur Musik entwickelte Muhl schon früh. „Meine Mutter war und ist immer noch Organistin in unserer Kirchengemeinde. Als ich etwa drei Jahre alt war, saß ich dort das erste Mal auf der Orgelbank. Der Legende zufolge sollen dort auch schon die ersten Musizierversuche stattgefunden haben“, sagt Muhl.

Er begann, Trompete zu spielen und lernte im Alter von 17 Jahren Posaune, außerdem spielt der versierte Musiker noch Klavier und E-Bass. Für eine musikalische Karriere entschied Muhl sich, weil es für ihn ein Privileg sei, die gewachsene musikalische Kultur zu erhalten, zu fördern und weiter zu entwickeln.

Sein Studium hat der junge Mann fast abgeschlossen, seit fast vier Jahren arbeitet er zudem als Musiker in Orchestern, Ensembles oder als Solist, dirigiert und unterrichtet. „Zusätzlich zu meinem künstlerischen Studium mit der Posaune, habe ich noch ein pädagogisches Lehramtsstudium absolviert und werde nächstes Jahr als Referendar in der Schule anfangen“, sagt Muhl. Später möchte er gerne beide Berufe verbinden.

Auch eine eigene Band hat der Vollblutmusiker: Die Mighty Vibez. „Die hat sich zwar vergangenes Jahr leider aufgelöst, aber wird bestimmt in einer anderen Besetzung weitergeführt“, erzählt er.

Für das Dirigat der Stadtkapelle hat sich Muhl entschieden, weil er es „unglaublich erfrischend“ fand, Musikern zu begegnen, die freiwillig Zeit für ihr Hobby investieren. „Und das meistens mit großem Enthusiasmus. Als Dirigent hat man dabei viele Möglichkeiten, diese Begeisterung musikalisch zu formen“, unterstreicht Muhl.

Sebastian Muhl will Arbeit in junge Musiker investieren

Für die Stadtkapelle hat er große Pläne. „Die Blasorchester befinden sich deutschlandweit in einer Phase des Umbruchs. Viele ältere Orchester lösen sich auf, andere hingegen werden immer größer und professioneller. Für die Stadtkapelle setze ich die Hoffnung auf die zweite Option. Dafür muss vor allem die musikalische Arbeit mit jungen, heranwachsenden Musikern intensiviert werden“, sagt der 29-Jährige. Noch besser werden und sich als gutes Orchester zu etablieren ist das langfristige Ziel, dass sich Muhl für seine Arbeit mit der Stadtkapelle gesetzt hat.

Als größte Herausforderung beim Dirigat der Stadtkapelle betrachtet Muhl, die unterschiedlichen musikalischen Niveaus so zu formen, dass am Ende ein einheitlicher Orchesterklang entsteht. „Die größte Belohnung ist dabei nicht nur das gelungene Ergebnis, sondern der ganze Arbeitsprozess“, sagt er.

Privat hört der neue Dirigent viel aus dem klassisch-romantischen Bereich wie Mahler, Bruckner, Richard Strauss, Wagner und Brahms. Ansonsten sei er mit Rock und Jazz aufgewachsen. Wenn er neben der Musik noch Zeit findet, betreibt er gerne Sport wie joggen, wandern und Squash.

Karten sichern: Vorverkauf für das Frühjahrskonzert läuft

Eine gute Gelegenheit, Sebastian Muhl in Aktion zu erleben, besteht beim Frühjahrskonzert der Stadtkapelle am 11. Mai im Volkshaus Enkheim, Borsigallee 40. Das Musikereignis steht unter dem Titel „Mainhattan in concert“. Los geht es um 19.30 Uhr, Einlass ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet zwölf Euro.

Der Kartenvorverkauf läuft. Der erste Vorsitzende Wilfried Bender nimmt die Bestellungen unter Z 0173 7031378 oder E-Mail an wilfried-bender@t-online.de entgegen.

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