Baugebiet Leuchte ist Thema beim Ortsbeirat

Mitte 2021 könnte es mit den Bauprojekten losgehen

Die geladenen Gäste Ulrich Rendel und Markus Lind vom Amt für Straßenbau und Erschließung sowie Tiefbauspezialist Hayo Krechberger hatten im Ortsbeirat vorne rechts Platz genommen und erläuterten Details zum Thema Baugebiet Leuchte. Foto: zko

Bergen-Enkheim (zko) – In der 30. Sitzung des Ortsbeirats 16 stand das Baugebiet Leuchte auf der Tagesordnung.

Ulrich Rendel, Abteilungsleiter für Erschließungsangelegenheiten vom Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE), Markus Lind vom gleichen Amt sowie Tiefbauspezialist Hayo Krechberger, Geschäftsführer des Baugrundinstituts Franke Meißner Rheinland-Pfalz, waren eingeladen, um sich verbindlich zu diesem Thema zu äußern.

Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese (CDU) wollte von den Gästen ein ungefähres Datum des Baubeginns genannt haben, denn die Bürger, die die Grundstücke vor Jahrzehnten einmal für sich selbst gekauft hätten, um zu bauen, würden das Bauland inzwischen ihren Enkeln vermacht haben, die nun aber endlich Nägel mit Köpfen machen wollten, sagte die Lokalpolitikerin. Bauanträge für die Grundstücke direkt an der Barbarossastraße könnten ab jetzt eingereicht werden, erläuterte Lind.

Es hatte zunächst Verzögerungen hinsichtlich der Erschließung des Baugebiets durch die deutschlandweit größte Population von Zauneidechsen gegeben. Sie wurden mit viel Aufwand in den benachbarten Stadtteil Fechenheim umgesiedelt. Der Kanal- und Straßenbau sollte daraufhin im Jahr 2014 beginnen. Es wartete jedoch schon der nächste Stolperstein: Ein erhöhter Grundwasserspiegel, der durch die Stilllegung des Trinkwasserbrunnens im Enkheimer Ried durch das Unternehmen Hessenwasser erfolgte. Die drei Herren wagten schließlich die Aussage, dass im ersten Quartal des Jahres 2020 im restlichen Baugebiet Leuchte mit dem Bau der Abwasserkanäle, der Wege sowie der Strom- und Wasserleitungen begonnen werden könne und ab Jahresmitte 2021 private Bauherren endlich mit ihren Bauprojekten starten könnten. „Das sind natürlich nur grobe Schätzungen, denn inzwischen sind europaweite Ausschreibungen Vorschrift und dadurch dauern die Prozesse manchmal länger als erwartet“, sagte Markus Lind. Wollen die Bauherren auch Kellergeschosse bauen, müsse wegen des erhöhten Grundwasserspiegels allerdings mit „Weißer Wanne“ – also wasserdichtem Beton – geplant werden.

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