Komponist Alfred Stenger wird in der Reihe „neun-x-neu“ vorgestellt

Messe-Fantasien erklingen

Alfred Stenger wird am 12. März vorgestellt. Foto: Sabine Lippert/p

Bergen-Enkheim (red) – Drei der neun Veranstaltungen in der Reihe „neun-x-neu“ der evangelischen Kirchengemeinde Bergen-Enkheim sind Portraits zeitgenössischer Komponisten gewidmet.

Nach den mit großem Zuspruch veranstalteten ersten Komponistenportraits im vergangenen Jahr werden 2019 Alfred Stenger aus Frankfurt, Andreas Hepp aus Usingen und Gerhard Müller-Hornbach aus Bad Vilbel vorgestellt. Zudem wird beleuchtet, wie sie in ihrem kompositorischen Schaffen mit Fragen und Themen zu Leben und Glauben umgehen.

Im ersten Komponistenportrait, das am Dienstag, 12. März, um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr) in der Laurentiuskirche in Enkheim stattfindet, wird der in Frankfurt lebende Musikwissenschaftler, Dirigent und Komponist Alfred Stenger in einem von Kantor Wolfgang Runkel moderierten Gesprächskonzert zu erleben sein. Der an der Frankfurter Musikhochschule studierende Organist Christos Theel wird Teile aus Stengers Messe-Fantasien an der Woehl-Orgel interpretieren.

Alfred Stenger, geboren 1948, studierte zunächst in Frankfurt Philosophie bei Theodor W. Adorno und Willy Lautemann, Musikwissenschaft bei Winfried Kirsch und Ludwig Finscher. Er promovierte 1977, studierte Komposition unter anderem bei Hans Ulrich Engelmann und Dirigieren unter anderem bei Carl M. Zwissler und Helmuth Rilling. Nach seiner Künstlerischen Reifeprüfung im Fach Dirigieren war er an verschiedenen Theatern engagiert: Wichtigste Stationen waren Oldenburg, Nürnberg, Braunschweig und Wiesbaden. Während seiner Theatertätigkeit entstanden Bühnenmusiken verschiedener Art und eine Kammeroper. Darüber hinaus hielt er regelmäßig Vorträge und veranstaltete zahlreiche Seminare und Workshops. 1983 besuchte er einen Kurs bei Olivier Messiaen. Seit 1992 unterrichtet er an der Musikhochschule Karlsruhe Partiturspiel sowie an der Goethe-Universität Musikwissenschaft, dazu seit 1999 an der Musikhochschule Frankfurt, seit 2004 am Dr. Hoch’s Konservatorium. Im Dezember 2006 wurde ihm von der Musikhochschule Karlsruhe der Titel Professor h. c. verliehen. Von 2009 bis 2012 lehrte er an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar als vollbeschäftigter Dozent für Partiturspiel. Seit April 2012 nahm er seine Lehrtätigkeit an den Musikhochschulen in Frankfurt und Karlsruhe wieder auf.

Als Musikwissenschaftler widmet er sich unterschiedlichen Themen. Schwerpunkte in seinem bisherigen kompositorischen Schaffen sind die Kammermusik und eine spezifische Art von Musik, die eine eher traditionsbezogene geistliche Textausdeutung mit einer spirituellen Klangoffenheit zu verbinden sucht.

Im Passionskonzert der Kantorei Bergen-Enkheim wird am 14. April die Uraufführung seines neuesten Werkes, die „Sieben letzten Worte“ für gemischten Chor, Streicher und Orgel unter der Leitung von Kantor Wolfgang Runkel zu erleben sein.

Der Eintritt zum Komponistenportrait mit Alfred Stenger am 12. März ist frei.

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