Neuerungen beim Berger Markt

Die Marktburschen sind zurück

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Die Marktburschen Joshua Moritz (links) und Alexander Schier wollen beim Berger Markt Tradition und Zukunft vereinen.

Bergen-Enkheim (sh) – Der Berger Markt soll größer und noch attraktiver werden. Ideen dafür gibt es reichlich – und die stammen von den Bergen-Enkheimern selbst.

Mittels einer Umfrage hat die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim ermittelt, was sich die Marktbesucher wünschen und wo es Verbesserungsbedarf gibt. Die gesammelten Anregungen werden beherzigt, denn das Ziel ist auch, dass sich die Bergen-Enkheimer wieder stärker mit ihrem Berger Markt identifizieren sollen.

Mehr als 200 Rückmeldungen gab es auf den zweiseitigen Fragebogen der Kulturgesellschaft. „Ein solch großer Rücklauf ist nicht selbstverständlich und ein positives Zeichen“, sagen die Geschäftsführer der Kulturgesellschaft Cornelia Grebe und Peter Ließmann. Was den Freunden des Berger Markts laut Umfrageergebnis gefällt, ist das Beisammensein und Treiben auf dem Marktplatz sowie das Zeltprogramm, die Berger Tierschau am Dienstag und das Feuerwerk. „Insgesamt wünschten sich die Befragten von allem mehr: Mehr Stände, eine größere Essensvielfalt und mehr Kunsthandwerk“, heißt es von der Kulturgesellschaft. Die Aspekte nehmen sich die Kulturgesellschaft und die Arbeitsgruppe Berger Markt zu Herzen und versuchen, so viel wie möglich davon für den kommenden Markt, der vom 31. August bis 3. September stattfindet, umzusetzen. „Wir planen neben der Tierschau einen Erzeugermarkt zu etablieren mit Waren aus Bergen-Enkheim und Umgebung“, verrät die Kulturgesellschaft. Darüber hinaus soll es mehr Sitzgelegenheiten zum Verweilen geben. Vorgesehen ist außerdem, einen Poetry Slam zu veranstalten und auch einen Flohmarkt soll es wieder geben. Am Start ist auch ein cooles Karussell namens „Taifun“, das die Besucher in Hollywoodschaukel-ähnlichen Sitzen in die Höhe schweben lässt.

Außerdem wird der Berger Markt unter einem Motto stehen: „Tradition zurück in die Zukunft“. Mit einer neuen Richtung soll die alte Größe des rund 300 Jahre bestehenden Berger Markts zurückgeholt werden. Dazu wird die Institution der Marktburschen wiederbelebt. Federführend in der rund 15-köpfigen Gruppe sind Joshua Moritz und Alexander Schier, die als „Bembel de la Musica“ seit drei Jahren das Festzelt nach dem Stadtschreiberfest in einen Dancefloor verwandeln. „Wir haben die Marktburschen nicht nur wegen des Berger Markts gegründet, sondern auch für andere Feste. Wir wollen den Stadtteil vorantreiben“, sagt der 27 Jahre alte Joshua Moritz. Die Marktburschen stehen als ehrenamtliche Helfer zum Beispiel in Sachen Organisation oder auch für Hilfe am Stand bereit – wie die traditionellen Kerbeburschen eben. Das Moderne dabei: Zu den Burschen gehören auch Frauen.

„Wir wollen die jüngere Generation ansprechen, aber auch von der Erfahrung älterer Berger Markt-Kenner profitieren. Der Berger Markt soll wieder wachsen und wir gehen da mit gutem Beispiel voran“, sagt der 26 Jahre alte Alexander Schier. Der Wunsch der Kulturgesellschaft und der AG Berger Markt ist, dass die Beteiligung an Ständen und Schaustellern in den kommenden Jahren so groß wird, dass der Platz nicht ausreicht und sich bis in die umliegenden Straßen ausdehnt – so wie früher.

Die Marktburschen werden selbst mit einem Foodtruck und einer mobilen Bar beim Berger Markt vertreten sein. Zudem wird Marktbursche Timo Klein beim Stadtschreiberfest – am Freitag vor der Eröffnung des Berger Markts – live an der Gitarre zu hören sein.

Viele weitere Programmpunkte sind für den Berger Markt in Planung. So wird der Kunsthandwerkermarkt dieses Mal wesentlich umfangreicher sein. Der im Jahr 1979 von Günther Henrich gezeichnete Bembel, der das Marktmotto verkörpert, wird den Marktbesuchern an verschiedenen Stellen „begegnen“. Auch ein Häuserschmück-Wettbewerb wird angestrebt. „Der Stadtteil soll sich wieder für den Berger Markt herausputzen. Die Bergen-Enkheimer sollen sich bewusst werden, dass der Berger Markt ihr Fest ist und dass sie etwas Besonderes sind – eine eigene Gemeinde in Frankfurt“, sagt Ließmann.

Interessierte können im Internet mit der neu überarbeiteten Homepage des Berger Markts www.berger-markt.de auf dem Laufenden bleiben, aber auch auf Facebook und Instagram findet sich der Berger Markt wieder.

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