Ein leuchtendes Beispiel

Richtfest für neue Tennishalle des TC Bergen-Enkheim

+
Zimmermann Hubert Schafitzel mit Projektleiter Stephan Treuer und Kollegen Wolfgang Bauer (von links) zelebrierten mit einem Glas Wein den Richtspruch zur neuen Tennishalle in Bergen-Enkheim.

Bergen-Enkheim (zjs) – In der zweiten Maiwoche konnten die Verantwortlichen des Tennisclubs Bergen-Enkheim an ihrer neuen Halle Richtfest feiern. Durch die Zuschüsse von Stadt und Land konnte der 1,8 Millionen teure Bau in seine letzte Bauphase eintreten.

„Seit dem Jahr 2014 laufen die Planungen und wir sind froh, dass wir mit den Arbeiten im Zeitplan sind“, freute sich der Vorsitzende des Tennisclubs Oliver Tüngeler. Eine Tennishalle in Passivbauweise zu errichten, ist nicht einfach und so kamen die Verantwortlichen nach langem Suchen auf die Firma Walser Holzbau aus Bad Schussenried in Baden-Württemberg. Und auch die Investitionskosten können sich sehen lassen: Von den 1,8 Millionen Euro übernimmt das Land Hessen 200.000 und die Stadt 800.000 Euro, den Rest trägt der Verein mit seinen 500 Mitgliedern.

„Die hohen Zuschüsse haben wir erhalten, weil wir uns in der Jugendarbeit engagieren und weiter eine eigene Tennisschule haben“, erklärte der Vorsitzende die wirtschaftliche Unterstützung. Peinlich sei allerdings die Aufnahme der Kredite für das neue Projekt verlaufen: „Es ist uns nicht gelungen, in der Bankenstadt Frankfurt ein Institut zu finden, das unsere Finanzierung übernommen hätte“, berichtete Tüngeler, weswegen man sich für eine Bank in einem anderen Bundesland entschieden hätte.

Die neue Halle hat drei Spielfelder, Umkleide- und Sanitäreinrichtungen und eine Pelletheizung, was den hohen Anforderungen der Energieeffizienz entspricht. Somit verfügt der Verein dann über neun Außen- und drei Innenplätze. „Das ist wichtig für uns, da zwei Mannschaften in der Hessenliga spielen und die Regularien überdachte Plätze verlangen, dafür mussten wir früher immer bis nach Maintal-Dörnigheim fahren, doch das hat dann zum Glück ein Ende“, zeigte sich der Vereinschef erleichtert. In den Sommermonaten ist das Spielen unter freiem Himmel ja auch angenehm, doch in den kalten Jahreszeiten mussten die Spieler immer in andere Hallen ausweichen. Die neue Halle soll aber nicht nur Vereinsmitgliedern zur Verfügung stehen, sondern auch Externen angeboten werden, die ihre Plätze dann online über die Vereinswebseite buchen können.

Über die Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt äußerte sich Oliver Tüngeler sehr positiv und auch der anwesende Stadtrat Markus Frank fand lobende Worte der Kooperation: „Der Tennisclub ist mit seinem Einsatz ein leuchtendes Beispiel für die vielen anderen Vereine, denn der Vorstand hat mit seinen Entscheidungen auch unternehmerischen Mut bewiesen“, sagte der Sportdezernent. „Und nun, du Glas, fahr hin zum Grunde, geweiht sei dieser Bau zur Stunde“, sagte Zimmermann Hubert Schafitzel zum Ende des Richtspruchs und warf sein Weinglas vom Gerüst. Im September wollen alle zu einem großen Fest zusammen kommen, um die offizielle Einweihung zu begehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare