Nils Kößler zu Gast beim Neujahrsempfang der CDU Bergen-Enkheim

Konstruktive Lösungen gewünscht

Markus Graff (links) ehrte Axel Bernhard, Daniela Birkenfeld und Klaus Bert für ihre langjährige Mitgliedschaft in der CDU. Foto: zko

Bergen-Enkheim (zko) – Beim Neujahrsempfang der CDU Bergen-Enkheim in der Nikolauskapelle hielt CDU-Fraktionschef Nils Kößler einen inhaltsreichen Vortrag über die aktuelle Stadt- und Stadtteilpolitik.

Nach der Begrüßung durch Markus Graff, Vorsitzender der CDU Bergen-Enkheim, wurden zu Anfang langjährige Mitglieder geehrt. Axel Bernhard für 25 Jahre, Daniela Birkenfeld für 40 Jahre und Klaus Bert für stolze 50 Jahre Parteizugehörigkeit.

Das Hauptthema von Jurist Kößler war das Wachstum Frankfurts, auf das städteplanerisch schnellstens effektiver zu reagieren sei. Zunächst gelte es, eine konstruktive Verkehrspolitik voranzutreiben, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen, aber auch die Autofahrer nicht zu verteufeln. Ein Miteinander auf den Straßen sei anzustreben, sogenannte Verkehrsmixkonzepte, die von einem sinnvollen Gesamtkonzept getragen würden und gegenseitige Rücksichtnahme erforderten, sagte Kößler.

Neue Baugebiete sollten erschlossen und für Normalverdiener sowie junge Familien bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. In der Sommerpause hätte die Koalition im Römer einen umfangreichen Maßnahmenkatalog zum Thema Klimapolitik erarbeitet. Auch Investitionen im sozialen Bereich und die Bildung seien selbstverständlich ganz oben auf der Agenda. Fraglich sei seiner Meinung nach jedoch, Diverses auf Gratis-Basis anzubieten. So habe zum Beispiel der kostenlose Eintritt für Kinder und Jugendliche in Museen nicht dazu geführt, dass junge Menschen bildungsferner Schichten das Angebot nutzten. Die CDU im Römer habe für den Neubau der Städtischen Bühnen das Ostend vorgeschlagen und er begreife das als eine mutige Vision.

Der 1977 geborene Politiker war von 2006 bis 2012 tätig als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 9, ist seit 2011 Stadtverordneter und war bis 2019 Mitglied der Ausschüsse Recht, Verwaltung und Sicherheit sowie Planung, Bau und Wohnungsbau. Seit sieben Monaten ist er Vorsitzender und Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Römer.

Nach seinem Vortrag gab es Gelegenheit für die Gäste, in die Diskussion zu gehen. Beatrix Müller-Mamerow, Vorsitzende des Vereinsrings Bergen-Enkheim, bemängelte, dass die Vereine seit Jahren Schwierigkeiten bei der Anmietung der Saalbauten hätten, aber darauf angewiesen seien, um ihre Veranstaltungen und Kurse anbieten zu können. Die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Frankfurt, die ABG Frankfurt Holding, der die Saalbauten unterstünden, präsentiere sich überwiegend profitorientiert und tue zu wenig für die Vereine, die doch die „Stütze der Gesellschaft“ genannt würden, kritisierte Müller-Mamerow.

Markus Konz, Mitglied des CDU-Stadtbezirksverbands Bergen-Enkheim, gab Nils Kößler mit auf den Weg, dass Frankfurt jetzt die Chance hätte, Finanzhochburg Europas zu werden und aufgrund der Entwicklungen rund um den Brexit London abzulösen. Diese Chance solle man nutzen.

Auch die Awo-Affäre war ein viel diskutiertes Thema. Daniela Birkenfeld sorgte dafür, dass die Gäste in ruhiges Fahrwasser kamen, indem sie in einem deutlichen Wortbeitrag versicherte, dass die Kindergartenplätze sicher und die Lage im Griff seien.

Zum Schluss des informativen und geselligen Abends kündigte Markus Graff einen Rundgang durch Bergen-Enkheim an, bei dem Mitglieder der örtlichen CDU-Fraktion mit Bürgern des Stadtteils ins Gespräch darüber kommen möchten, wo der Schuh drückt. Der Rundgang findet am Sonntag, 1. März, um 14.30 Uhr statt. Treffpunkt ist der Parkplatz Riedbad.

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