Inklusive „Ode an die Freude“

Schule am Ried bei Flashmob für Inklusion dabei

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Beim inklusiven „Ode an die Freude“-Flashmob waren die Menschen bereits beim Probedurchlauf ergriffen.

Bergen-Enkheim (red) – Nach acht Monaten Vorbereitungszeit und Proben führte das Netzwerk Inklusion Deutschland sechs Schulen Frankfurts mit dem Schwerpunkt Musik – darunter auch die Schule am Ried – zu einem inklusiven „Ode an die Freude“-Flashmob in der Katharinenkirche zusammen.

Was zunächst als Flashmob auf der Hauptwache geplant war, wurde aufgrund der schlechten Wetterlage um die Mittagszeit ins Innere der Katharinenkirche verlegt. Alexandra Cremer, Vorstandsvorsitzende des Netzwerks Inklusion Deutschland hatte die Idee zu diesem inklusiven Flashmob mit der bekannten Europahymne und konnte mit Unterstützung von Christoph Gotthard sechs Schulen Frankfurts mit dem Schwerpunkt Musik zur Mitwirkung gewinnen. Gotthardt, als Fachberater Kultur mit Schwerpunkt Musik für das Staatliche Schulamt Frankfurt, hatte den Kontakt zu den Schulen hergestellt und so waren die Bettinaschule, die Carl-Schurz-Schule, das Goethegymnasium, die Leibnizschule, die Schule am Ried und die Wöhlerschule engagiert mit von der Partie. Zudem unterstützte eine Gruppe junger Schüler der Albrecht Strohscheinschule aus Oberursel die Aktion. Von der Schule am Ried waren der große Chor mit Christine Tripp und das große Orchester mit Clemens Kanka mit dabei.

Der Text der „Ode an die Freude“ wurde vom Gebärdenchor Lukas 14 in Gebärdensprache übersetzt, eine Breakdance-Gruppe von Dance-in-FFM sowie das „Rolli-Duo Chiara & Janika“ wirkten tänzerisch in diesem Projekt mit. Zur großen Freude der Organisatoren entschieden sich auch professionelle Musiker des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters und des Hessischen Rundfunks sowie Chormitglieder der Frankfurter Singakademie, des Cäcilienchors Frankfurt, des Figuralchors Frankfurt und der Frankfurter Kantorei dazu, dieses Projekt zu unterstützen.

Kai von Känel als Koordinator der Schulen mit Schwerpunkt Musik hatte gemeinsam mit Olaf Deller die Komposition für die rund 185 Schüler der verschiedenen Schulorchester umgeschrieben. Der gesamte Chor aus Schülern und Frankfurter Chören umfasste schließlich mehr als 150 Menschen.

Der „Flashmob“ war mit einem schrittweisen Aufbau geplant, nach und nach kamen immer mehr Instrumente hinzu. Das Finale bildete das Gesamtorchester gemeinsam mit den Chören. Bereits beim Probedurchlauf waren viele Menschen ergriffen und zu Tränen gerührt. Cremer zeigte sich überglücklich – insbesondere, da es im Vorfeld keine gemeinsame Probe gab – und war voller Dank an den Pfarrer der Katharinenkirche, Dr. Olaf Lewerenz. Ohne dessen Bereitschaft, den Akteuren das Innere der Kirche zu überlassen, hätte das Gesamtprojekt abgesagt werden müssen.

Der Filmregisseur Rolf T. Eckel hielt das Ganze filmisch fest. Das Video wird in den kommenden Wochen auf Youtube veröffentlicht. Die „Ode an die Freude“ ist bekannt als Europahymne. Sie ist ein Bekenntnis zu mehr Zusammenhalt und Solidarität und lässt sich auf das Thema „Inklusion“ sehr gut übertragen – insbesondere, da auch voll betreute Menschen erstmalig an Wahlen teilnehmen durften. So wurde das Stück für einen inklusiven Flashmob umgesetzt mit Darstellung der gesungenen Teile in Gebärdensprache, Teilnahme von Menschen mit Behinderung mit Gesang und Tänzern im Rollstuhl und/oder mit multikulturellem Hintergrund. Maßgeblich unterstützt wurde die Arbeit des Netzwerk Inklusion Deutschland von der Inklu-Beratung Hessen (IHB), gefördert durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration.

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