135 Freiwillige versorgen die Ironman-Athleten an der Radstrecke in Enkheim

Ein heißer Tag für Sportler und Helfer

Hans Meurer freut sich: Die Special Needs Station in Enkheim steht bereit, jetzt können die Triathleten kommen. Fotos: sh

Bergen-Enkheim (sh) – Für die Teilnehmer der Ironman Frankfurt European Championship war es ein heißer Tag – aber auch die Helfer an der Vilbeler Landstraße in Enkheim bekamen die Hitze zu spüren. Durchhaltevermögen war auf beiden Seiten gefragt.

135 Helfer aus Bergen-Enkheimer Vereinen, Institutionen und Schulen sowie Privatleute waren um sechs Uhr in Enkheim zusammengekommen, um die Verpflegungsstation aufzubauen. Es galt, die Triathleten auf der Radstrecke mit Getränken, Energieriegeln, Gels und Bananen zu versorgen, bevor die Sportler der Weg weiter in die Wetterau führte, über Steigungen mit klangvollen Namen wie „The Beast“ (Bergen) und „Heartbreak Hill“ (Bad Vilbel). Zwei Mal galt es, den Radkurs zu bewältigen, um auf 185 Kilometer zu kommen. Das Ganze nach 3,8 Kilometern Schwimmen im Langener Waldsee und vor 42,2 Kilometern Laufen in der Frankfurter Innenstadt. In Enkheim gab es auf Höhe der Taschnerstraße eine Special Needs Station, an der die Athleten die Möglichkeit hatten, persönliche Verpflegung zu sich zu nehmen. Diese befand sich in mit Startnummern versehenen Beuteln, die vom Waldsee nach Enkheim transportiert worden waren. Da gab es Kartoffelchips, Pizzastücke, Datteln und Feigen, Mini-Salamis, Schokoriegel, Reisbällchen, belegte Brötchen und jede Menge Pülverchen und Proteinpillen. Rund 3000 Athleten aus 81 Nationen stellten sich dem harten Wettbewerb und erwiesen sich als freundliche Menschen, die sich bei ihrem Stopp bei den Special Needs-Helfern direkt nach deren Wohlergehen bei dem heißen Wetter erkundigten.

Jan Frodeno verteidigte beim Frankfurter Ironman seinen Europameistertitel mit einer Zeit von 7:56:02 Stunden. Er verlor nach einem Verbremser, der einen unfreiwilligen Ausflug ins Feld zur Folge hatte, seine Trinkflasche, die ihm in einer aufwendig durchgetakteten Choreografie an der Enkheimer Verpflegungsstelle wieder übergeben wurde.

Bei den Frauen holte sich die Amerikanerin Skye Moench den Sieg mit einer Zeit von 9:15:31 Stunden. Die führende Triathletin Sarah True, ebenfalls Amerikanerin, kollabierte mit Kreislaufproblemen auf ihrer letzten Marathonrunde und wurde umgehend medizinisch betreut.

Die Helfer in Bergen-Enkheim hielten tapfer durch, bis das grün beflaggte Polizeiauto signalisierte, dass der letzte Radfahrer die Strecke passiert hatte und die Straße wieder für den Autoverkehr freigegeben war. Nach dem Aufräumen ging auch für die Ironman-Helfer ein langer, heißer Tag zu Ende.

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