Kelterfest mit Gottesdienst

Gute Ernte für den Gartenbauverein

Beim Kelterfest des Obst- und Gartenbauvereins Bergen-Enkheim (von links): Christian Emmel, Sissy I. und Pfarrerin Karola Wehmeier. Foto: Schneider

Bergen-Enkheim (zjs) – Der Obst- und Gartenbauverein Bergen-Enkheim (OGV) hatte den vergangenen Sonntag genutzt, um in seinem Vereinsheim „Äppelhäusi“ in der Riedstraße 19 sein Kelterfest zu begehen.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst unter Leitung von Pfarrerin Karola Wehmeier von der evangelischen Laurentiuskirche, dem Posaunenchor der Gemeinde und Vertretern der Heilig-Kreuz-Kirche, startete die Zusammenkunft bei Sonnenschein.

Sprichwörter rund um die regionalen Produkte hatte Karola Wehmeier im Gepäck, das reichte vom „in den sauren Apfel beißen“ bis zur „saure Gurkenzeit“ und welcher Bauer die dicksten Kartoffeln hatte, war den Anwesenden ebenfalls klar. „Wir feiern das Erntedankfest, um uns auf die Ursprünge von Obst und Gemüse zu besinnen“, führte die Pfarrerin aus und wies darauf hin, dass es zwar angenehm sei, zu Weihnachten Erdbeeren kaufen zu können, doch für die Ökobilanz eine Katastrophe. Sie sei froh, um die vielen lokalen Märkte, denn gerade der Erzeugermarkt an der Konstablerwache nehme eine wichtige Funktion im Ernährungskreislauf ein. Dort seien manche Kinder überrascht, dass Kühe schwarz-weiß und nicht lila seien. Dem OGV sprach sie ein großes Lob aus, denn gerade in einem solchen Verein werde deutlich, was die Natur alles zu bieten habe. Das Fest sei auch ein Anhaltspunkt zum Innehalten und Dankesagen, was wir erleben, gerade im Hinblick auf die Vorfälle in Halle. „Freuen Sie sich über die schönen Dinge, die sie im abgelaufenen Jahr erlebt haben“, rief sie den Freunden und Mitgliedern des Vereins zu. Die Kollekte kommt den Bedürftigen in Bergen-Enkheim zugute. „Mit der Ernte unserer Äpfel in diesem Jahr sind wir recht zufrieden, denn trotz der Trockenperioden kommen wir wieder auf fast 2000 Liter“, freut sich Vereinsvorsitzender Christian Emmel. Gleichzeitig weist er auf das regelmäßige Treffen hin, denn monatlich an jedem dritten Freitag findet um 18 Uhr der beliebte Stammtisch statt, wo Säfte und Apfelwein verkostet werden können. Unter den Gästen war auch die Apfelweinkönig Sissy I. Für die Saison 2019/2020 trägt sie jetzt Krone und Zepter und steht als 45. Bergen-Enkheimer Apfelweinkönigin ihre Frau. Ihr Name hat nichts mit der berühmten Namensvetterin aus Österreich zu tun, sondern ist die Kurzform von Elisabeth, die ihren amerikanischen Wurzeln entspringt. Sie führt mit den Insignien eine Familientradition fort, denn bereits ihre Mutter war ein Jahr lang Repräsentantin gewesen, doch damals steckte die 28 Jahre junge Frau noch in den Kinderschuhen. In ihrer Freizeit durchstreift Sissy I. gerne mit ihrer Hündin die Bergen-Enkheimer Gemarkung und erfreut sich an den vielen Streuobstwiesen.

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