Berger Markt ist Thema bei Sitzung des Ortsbeirats

Es gibt keine Großveranstaltung

Vergangenes Jahr drehte sich noch ein Karussell, dieses Jahr wird der Berger Markt nicht als Großveranstaltung stattfinden. Archivfoto: sh

Bergen-Enkheim (sh) – Trotz Corona ruht die politische Arbeit in Bergen-Enkheim nicht. Und endlich konnte der Ortsbeirat nach längerer Abstinenz auch wieder öffentlich tagen – selbstverständlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln.

Die Sitzung fand nicht wie sonst in der Nikolauskapelle statt, sondern im großen Veranstaltungssaal der Stadthalle Bergen. Im großen Rund hatten sich fast alle Stadtteilparlamentarier versammelt und auch bei den Plätzen im Publikum wurde reichlich Abstand gehalten. In ihren Mitteilungen ging Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese (CDU) unter anderem auf die Planungen zum Berger Markt ein, der am letzten Augustwochenende bis 1. September stattfinden sollte.

„Es gibt dieses Jahr keinen Berger Markt in der Form, wie wir ihn kennen. Es wird keine Großveranstaltung“, sagte Müller-Friese. Festzelt und Bands seien bereits abgesagt und auch der Viehmarkt kann nicht stattfinden. Je nach dem, wie sich die Lage entwickelt, sei eventuell ein kleiner Erzeuger- und Kunsthandwerkermarkt auf dem Marktplatz möglich. „Wir wollen etwas Schönes für Bergen-Enkheim anbieten, müssen aber die Entwicklungen abwarten“, sagte die Ortsvorsteherin.

Die Stadtschreiber-Jury habe sich entschieden, dieses Jahr trotzdem einen Stadtschreiber von Bergen-Enkheim zu küren. Dieser stehe auch schon fest und werde bei der Ammes-Schneider-Lesung bekannt gegeben, doch in welcher Form diese abgehalten wird – ob als Open-Air-Veranstaltung oder als Online-Stream – sei noch offen. Auch die symbolische Schlüsselübergabe zum Stadtschreiberhaus am 28. August werde keine Großveranstaltung. Möglich sei eine kleine Lesung, führte Müller-Friese aus.

Die traditionelle Krönung der Bergen-Enkheimer Apfelweinkönigin zur Eröffnung des Berger Markts fällt dieses Mal aus. Wie Markus Graff vom Verkehrsverein Bergen-Enkheim bekannt gab, werde die amtierende Hoheit, Sissy I., das Amt für ein weiteres Jahr innehaben.

Des Weiteren lobte Müller-Friese den Zusammenhalt in Bergen-Enkheim während der vergangenen schwierigen Wochen. Es gab zahlreiche nachbarschaftliche Hilfeleistungen, Aktivitäten der Kirchen, Marktburschen und Vereine sowie Privatinitiativen. Große Sorgen habe sie sich zunächst um die ansässigen Unternehmen gemacht, doch die hätten sehr schnell auf die neue Situation reagiert und alternative Angebote ermöglicht, die von den Bergen-Enkheimern gerne angenommen wurden. „Der Slogan ,support your local’ wurde im Stadtteil ernst genommen. Die Kunden blieben ihren Einzelhändlern treu. Es war überwältigend“, sagte Müller-Friese. Die kommende Ortsbeiratssitzung am 23. Juni soll voraussichtlich wieder in der Stadthalle stattfinden.

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