Teilnehmer für Pflanzprojekt an der Bornweidstraße gesucht

Gärtnern im öffentlichen Raum

In vier dieser Betonobjekte könnten Pflanzen sprießen. Dafür werden noch Mitgärtner gesucht. Foto: zko

Bergen-Enkheim (sh) – Mit farbenfrohen Betonobjekten an verschiedenen Standorten im Stadtteil soll das vom Bergen-Enkheimer Ortsbeirat befürwortete Projekt „Bespiel- und besitzbare Stadt“ Orte schaffen, die zum Verweilen und Toben gleichermaßen einladen.

Einige dieser Objekte sind auch zum Bepflanzen geeignet. Für die vier bepflanzbaren Kübel an der Bornweidstraße sucht Frauke Schneider interessierte Anwohner, die Lust darauf haben, den Betonringen grünes Leben einzuhauchen.

Schneider ist Mitglied des Vereins „Wir Bergen-Enkheimer“ (WBE). Dort keimte schon vor einiger Zeit die Idee auf, ein sogenanntes Urban-Gardening-Projekt, also Gärtnern im öffentlichen Raum, auf dem Gelände an der Bornweidstraße zu initiieren. „Nachdem wir dann erfahren haben, dass an dieser Stelle Elemente zur ,Bespiel- und besitzbaren Stadt’ platziert werden, wollten wir die Pflanzaktion damit verbinden“, berichtet Schneider. Denn nicht alle Betonringe, die von den Künstlerinnen „Three for Wall“ und der Kinderbeauftragten Sara Hammann mit bunten Motiven kreativ gestaltet wurden, sind als Sitzflächen ausgegossen worden. Vier davon sind mit Erde befüllt und könnten bepflanzt werden.

Besonders interessant sei eine solche Aktion für Anwohner, die keinen eigenen Garten hätten, sagt Schneider. Einer der Behälter ist rund 80 Zentimeter hoch und somit vor neugierigen Hunden recht sicher. Dort könnten laut Schneider beispielsweise essbare Kräuter und Gemüsepflanzen einziehen.

Eine Erstbepflanzung der Kübel würde das Grünflächenamt übernehmen und auch die Kosten dafür tragen. „Darüber hinaus ist mit dem Grünflächenamt abgesprochen, dass wir dann für die Bewässerung der Pflanzkübel sorgen werden“, sagt Schneider. Dafür soll ein Wassertank in der Nähe platziert werden.

„Ich finde, die Betonobjekte sind ganz schön geworden. Sie sind außerdem eine gute Ergänzung zum Spielplatz an der Bornweidstraße. Aber man muss sich dauerhaft darum kümmern, damit sie auch weiterhin gepflegt aussehen“, sagt Schneider. Ihr Pflanzprojekt soll dazu einen Beitrag leisten und noch mehr bewirken: „So ein Projekt bringt ganz unterschiedliche Menschen zusammen.“ Wer sich vorstellen kann, bei der Aktion mitzumachen, meldet sich bei Frauke Schneider per E-Mail an urban_gardening@web.de. Voraussichtlich Ende Februar wird es dann ein erstes Treffen der Gruppe geben.

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