Jürgen Engel bietet Seminar zu gewaltfreier Kommunikation an

Respekt und Verständnis entschärfen Konflikte

+
Jürgen Engel berät und trainiert seit mehr als zehn Jahren in Sachen gewaltfreier Kommunikation.

Bergen-Enkheim (sh) – „Streits sind in 99 Prozent aller Fälle vermeidbar“, lautet die These von Jürgen Engel.

Er hat sich dem Thema „gewaltfreie Kommunikation“ verschrieben und festgestellt, dass Respekt und Verständnis für den anderen dabei helfen, Konflikte zu entschärfen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Dazu gehört auch, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. In Bergen-Enkheim bietet Jürgen Engel ein Seminar zu gewaltfreier Kommunikation an, das am Sonntag, 21. Oktober, in der „Schönen Aussicht“, Im Sperber 24, Konferenzraum, von zehn bis 16 Uhr stattfindet. Die Initialzündung dafür, sich mit gewaltfreier Kommunikation zu beschäftigen, waren für Engel das Buch von Marshall B. Rosenberg „Gewaltfreie Kommunikation“ sowie ein dazugehöriges Seminar. „Es hat mich tief berührt. Ich habe sofort gewusst: Ich will das machen, was er macht“, blickt Engel zurück, der zu dieser Zeit noch bei der Agentur Reuters angestellt war.

Mittlerweile berät und trainiert Engel seit mehr als zehn Jahren in Sachen gewaltfreier Kommunikation. Sein erstes Seminar hielt er übrigens in Bergen-Enkheim – seinem damaligen Wohnort. „Ich lebe zwar seit rund sechs Jahren in Preungesheim, bin aber Bergen-Enkheim immer noch sehr verbunden. Allein schon deswegen, weil meine Kinder dort wohnen“, sagt Engel.

„Gewalt in der Kommunikation findet oft subtil statt. Wenn man zum Beispiel jemanden dazu bringt, etwas zu tun, was er eigentlich nicht möchte“, erläutert der Fachmann. Gewaltfreie Kommunikation – auch wertschätzende oder empathische Kommunikation genannt – ist laut Engel ein wirkungsvolles Konfliktlösungswerkzeug. Doch was das Ganze für ihn so attraktiv mache, sei die Art der Selbsterforschung und Selbsterfahrung, die diesem Modell zugrunde liegt. Da gehe es nämlich um Bedürfnisse, die jeder Mensch von Natur aus hat – beispielsweise das Bedürfnis nach Sicherheit, das Bedürfnis nach Selbstbestimmung oder nach Harmonie. „Jede unserer Handlungen ist ein Versuch, sich ein Bedürfnis zu erfüllen“, sagt Engel. Wird ein Bedürfnis nicht erfüllt, geht es einem nicht gut. „Gefühle sind der ,Wasserstandsanzeiger’ dafür, ob Bedürfnisse erfüllt sind oder nicht“, erklärt der Experte. Seiner Erfahrung nach falle es vielen schwer, dem Grund dafür nachzuspüren, warum es ihnen nicht gut gehe. Stattdessen würde zu Mitteln gegriffen, mit denen es einem kurzzeitig besser geht. „Die ist aber nur eine Ablenkung. Das eigentliche Bedürfnis ist immer noch nicht erfüllt“, sagt Engel. Doch wer dies bewusst bei sich wahrnimmt, dem hilft das auch im Umgang mit anderen Menschen.

Die Seminarteilnehmer erwartet eine große Portion Selbsterkenntnis mit viel Humor. Bei Arbeiten in kleinen Gruppen werden verschiedene Situationen begutachtet und neue Erkenntnisse gewonnen. Das Seminar am 21. Oktober in Bergen-Enkheim ist kostenfrei. Die Küche „Barkrauts“ serviert zudem ein kostenfreies Mittagessen. Zur besseren Planung wird per E-Mail an engel@engeltraining.de um Anmeldung gebeten. Weiteres unter www.engeltraining.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare