Ada mag Tai Chi lieber als Fußball

Niedliche Roboter-Dame zu Gast im Bibliothekszentrum Bergen-Enkheim

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Maximilian Reimann (rechts) stellt den Roboter Ada den Kindern im Bibliothekszentrum Bergen-Enkheim vor.

Ada wartet. Der knapp 60 Zentimeter große und 5,2 Kilo schwere Roboter hat große Augen, einen winzigen Mund, breite Schultern, zwei mal drei Finger, erstaunlich bewegliche Arme und Beine. Knuffig.

Bergen-Enkheim - Maximilian Reimann von der Abteilung Digitale Dienste der Stadtbücherei geht mit Ada und ihren Geschwistern auf Tour. Er stellte den kleinen humanoiden Roboter den Kindern im Bibliothekszentrum Bergen-Enkheim vor.

Viele Neugierige waren in den Raum für Schulungen und Nachschlagewerke gekommen, warteten ebenso gespannt auf das Geschehen wie Ada. „Das ist doch nicht der Echte“, bemerkte ein Junge vorwitzig. Doch, das war ein echter Roboter. Künftig soll dieser im Auftrag der Stadtbibliothek über vieles informieren und verschiedene Fragen beantworten. Und den Kindern Robotic und erstes Wissen über Coding nahe bringen.

„Ada trägt ihren Namen nach Ada Lovelace, einer Mathematikerin“, erklärte Reimann. Sie lebte von 1815 bis 1852 in England und gilt als erste Programmiererin.

Frankfurt Bergen-Enkheim: Humanoider Roboter den Kindern vorgestellt

2006 wurde erstmals der Roboter Nao vorgestellt – das ist praktisch Adas Bruder. 13.000 Exemplare dieser Humanoiden gibt es inzwischen in 70 Ländern. Ada kann all das, was sie geübt hat. Luftgitarre spielen zum Beispiel. Und ihre Kollegen, die Naos, spielen Fußball, den internationalen Robo-Cup gibt es bereits seit 1997 mit diversen Robotern. In Frankfurt agieren seit zehn Jahren die Bembelbots, das Team der Goethe-Universität. Vielleicht kommt die Mannschaft ja dieses Jahr auch in die Stadtbücherei und stellt den Fußball mit Humanoiden vor.

Ada hat sich gegen Fußball und für Tai Chi entschieden und führt die Bewegungsabläufe gleich einmal vor – es ist erstaunlich, wie beweglich sie ist. Das liegt unter anderem an 25 Motoren, zwei Ultraschallsensoren sowie taktilen Sensoren im Kopf-, Brust-, Arm- und Fußbereich.

„Ada hört zwar nicht immer zu, singt aber, kann sich hinlegen und alleine wieder aufstehen“, erklärte Reimann und demonstrierte dies auch.

Mit der Ansprache ist es nicht so einfach, Ada reagiert nur auf deutliche Worte, nicht zu schnell, nicht zu langsam, nicht mit zu hoher Stimme. „Ada, kannst du Mathe?“, fragte ein Junge. „Sehe ich aus wie ein Taschenrechner?“, antwortete der kleine Roboter. Das gab Gelächter. Ada ist schon ganz schön schlau. Aber sie muss auch noch viel lernen.

(jf)

BeimCandle-Light-Dinner der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Bergen-Enkheim verbrachten Paare währenddessen einen sehr romantischen Abend.

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