63 Mannschaften liefern

Einrad- und Kunstradchoreografien in der Riedsporthalle

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Die Kunstradfahrer aus Oppershofen präsentieren eine akrobatische Drehung beim Schelmenburg-Pokal.

Bergen-Enkheim (zbs) – Für Dutzende junge Sportler hieß es am vergangenen Sonntag: Endlich Abliefern.

Einige Teams nahmen mehrere Stunden Fahrt auf sich um am großen Schelmenburg-Pokal in der Riedsporthalle teilzunehmen, den der 1. Radfahrer-Club Bergen dort, in Zusammenarbeit mit dem Radsportbezirk Frankfurt-Taunus-Wetterau zum 41. Mal austrug. Höhepunkt der fast ganztägigen Veranstaltung waren die Choreografien der Elite, also der Erwachsenen, am Nachmittag. „Eine super Gelegenheit auch für alle Schülerinnen, noch einmal zu versuchen, sich für die Hessenmeisterschaft zu qualifizieren.“, sagte Hauptveranstalter Helmut Völp zum Vormittagsprogramm. Der Mann im Trainingsanzug ist seit Jahren Fachwart für Kunstradfahren im 1. Radfahrer-Club Bergen. Seit Beginn des Wettbewerbs sei er schon dabei gewesen, „damals noch als Teilnehmer“, blickt Völp zurück. Aktuell organisiert er den Schelmenburg-Pokal selbst und bietet damit vielen Mannschaften eine Möglichkeit, „an einem Turnier teilzunehmen, das zwar wie jedes andere auch ist, aber keine offizielle Meisterschaft. Das nutzen viele auch um noch mal für kommende Woche zu üben.“ Denn da wird es richtig ernst: Wer sich eine Teilnahmeberechtigung erkämpft hat, kann an der hessenweiten Meisterschaft teilnehmen, die aber leider, zur Enttäuschung der Zuschauer, nicht in Bergen-Enkheim ausgetragen wird.

Das Besondere an dieser Randsportart sind die Präzision und die Leichtigkeit mit der die Fahrer ihre Kür präsentieren. Die Musik und die Einräder ließen die Darsteller in den von ihnen selbst erstellten Choreografien auf eine gewisse Weise schweben. Bei den Zweirädern hingegen wird es etwas akrobatischer. Da wird ein großer Teil der Show auf dem Hinterrad gefahren, wobei Balancieren entscheidend für die Endwertung sein kann. Richter vergeben Punkte und ziehen bei Ungenauigkeiten welche ab. Jeder, der wollte, konnte sich das ohne Eintrittspreis anschauen. Am Eingang wurden Kaffee, Kuchen und andere Verpflegung verkauft.

Am besten hat sich in der Elite der Frauen der SC Flonheim geschlagen, bei den Herren waren es die Starter aus Breckenheim, die sich den ersten Platz sicherten. Der RC Bergen, der eigentlich wie gewohnt mit einem Vierer-Schülerteam antreten wollte, musste aufgrund eines Krankheitsausfalls auf die Vorführung verzichten. Trotz dieser Ernüchterung lief der Tag ohne Verschiebungen oder weitere Ausfälle ab.

Wer neugierig auf den Sport geworden ist, kann sich beim Verein melden und einmal beim Training montags oder donnerstags reinschnuppern.

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