Zum zehnten Mal „Lametta-Wahnsinn“ im Bibliothekszentrum

Eine sehr schöne Bescherung

Ulrich Sonnenschein (links) und Hans Meurer sorgten mit satirischen Texten für beste Weihnachtsstimmung. Foto: zko

Bergen-Enkheim (zko) – Bereits zum zehnten Mal fand das Lametta-Spektakel im Bibliothekszentrum Bergen-Enkheim statt.

Hans Meurer und Ulrich Sonnenschein präsentierten unter dem Titel „Lamettralala“ für den Förderverein Lese-Insel satirische und skurrile Weihnachtsgeschichten für das zahlreich erschienene Publikum. Günter Baer spielte den Leierkasten dazu.

Anita Swoboda vom Vorstand der Lese-Insel berichtete eingangs, dass Hans Meurer damals die Idee zu diesem Weihnachtsevent gehabt habe und zunächst kaum einer begeistert war. Zum Glück aber habe er sich durchgesetzt, denn seit Jahren sind die Lametta-Lesungen die best besuchtesten Lese-Insel-Veranstaltung im Jahr. „Ohne Lametta geht bei uns gar nichts“, betonte sie lachend.

Hans Meurer begann schmunzelnd mit einem Ausblick auf andere Jubiläen und dass sich die Lametta-Macher in der Tradition von Urmel aus dem Eis sähen, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feierte.

Weihnachten im Oktober, ein Stück der beliebten Stenkelfeld-Hörspiel-Reihe des Norddeutschen Rundfunks, ließ die Besucher vor Vergnügen jauchzen, denn der verordnete Lebkuchen-Wahn und die Kunstschnee-Offensive an einem sonnigen Tag im Altweibersommer war zu komisch.

Eine schöne Bescherung gab es mit Gerhard Polt und seiner Weihnachtserzählung aus der Kindheit. Das Nachbarskind rechnet den Wert aller Geschenke hoch und gewinnt den kuriosen Geschenke-Wettstreit. Heinz Strunk, Misanthrop besonderer Güte, möchte wenigstens zu Weihnachten einmal eingeladen werden, um absagen zu können, was er in seinem Band „Nach Notat zu Bett“ offenbarte.

Hochexplosiv, aber auch rührend war die Geschichte „Das Weihnachtsbaumwunder“ von Harald Martenstein: Holger und Brenda müssen am Ende aus ihrer brennenden Wohnung ins Sprungtuch der Feuerwehr springen, hatten aber noch nie zuvor ein so harmonisches Weihnachtsfest.

Auch Eckart von Hirschhausens Offenbarungen über den Job als Weihnachtsmann waren erhellend und sehr belustigend. Loriots Weihnachten bei Hoppenstedts durfte im Programm natürlich genauso wenig fehlen wie Robert Gernhardts durchaus nützliche „Ratschläge für Seltengänger“. Es war ein wunderbarer Abend, der die vielen Gäste gründlich auf die Vorweihnachtszeit einstimmte.

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