Bergen Treffen in der Lausitz

Eine in Stein gemeißelte Freundschaft

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Die Delegation aus Bergen-Enkheim beim Bergen-Treffen in Bergen/Elsterheide.

Bergen-Enkheim (red) – Acht Orte namens Bergen pflegen seit mehr als 20 Jahren eine Freundschaft. Von Rügen bis Chiemgau, von Bergen im Landkreis Celle bis zu winzig kleinen Orten besuchen sich die Bergener alle zwei Jahre.

Dieses Mal ging es für rund 400 Bergener aus den verschiedenen Bergen nach Bergen/Elsterheide in der Lausitz. 54 Bergen-Enkheimer präsentierten dort ihren Stadtteil. Am ersten Ausflugtag begrüßte die einheimische Reiseleiterin Karin Dasler-Fleck die Gruppe und vermittelte ihr Wissen über ihre Heimat an allen Tagen mit viel Herzblut. Die erste Tour führte zur Lausitzer Seenplatte. Die Fahrt ging zunächst nach Bergen und alle waren schon gespannt, wie sich der Ort wohl für das Treffen herausgeputzt hat. Beatrix Müller-Mamerow und Inge Sänger holten kurzerhand Bergens Bürgermeister Dietmar Koark aus einer Sitzung aus dem Rathaus, damit er ein paar nette Wort an die Bergen-Enkheimer richten konnte.

Weiter ging die Fahrt zu den schwimmenden Ferienhäusern auf dem Geierswalder See und anschließend nach Senftenberg mit einer Schifffahrt auf dem Senftenberger See. Der See, auch „Speicherbecken Niemtsch“ genannt, liegt in der Lausitzer Seenplatte, einer künstlich geschaffenen Seenkette und zählt zu den größten künstlich angelegten Seen in Deutschland. Auch ein Besuch der Stadt Meißen mit Schloss Moritzburg stand an. Bei einer Führung in der Porzellan-Manufaktur erfuhren die Teilnehmer die Geschichte um das „Weiße Gold“ sowie die aufwendige Herstellung. Das Schloss Moritzburg, das der König von Polen und Kurfürst von Sachsen als Jagd- und Lustschloss errichten ließ, beeindruckte die Ausflügler.

Die Stadt Bautzen wurde per Bus erkundet, während in Görlitz eine Stadtführung mit Besuch eines Orgelkonzerts in der Pfarrkirche St. Peter und Paul auf dem Programm stand. Die erste Sonnenorgel erhielt die Peterskirche 1703, erbaut von dem damals berühmten Eugenio Casparini.

Am Abend des Himmelfahrtstags begann das Bergen-Treffen mit einem ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel. Bürgermeister Dietmar Koark und Bergens Ortsvorsteher Wolfgang Witschaß eröffneten die Veranstaltung im Festzelt. Die Delegationen der sieben weiteren Bergen stellten ihre Orte kurz vor – für Bergen-Enkheim taten das die Vereinsringvorsitzende Beatrix Müller-Mamerow und die Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese.

Alle angereisten Gäste begaben sich auf einen Ausflug mit traditionellen Spreewald-Kähnen vom großen Hafen in Lübbenau über kleine Kanäle durch das Innere des Spreewalds. Die berühmten Spreewald-Gurken durften da nicht fehlen.

Weiter ging es mit einer Tour durch 16 Höfe – aufgereiht im Ortskern mit Musik, Speisen und Getränken. Die Einwohner hatten ihre Häuser geschmückt, riesige Puppen säumten die Straßen und es gab regionale Spezialitäten. Am Markttag bewirtschafteten die teilnehmenden Bergen eine Markthütte mit ihren Spezialitäten. Die Bergen-Enkheimer verkauften Apfelwein, Handkäse, Bergen-Enkheimer Würste und Schmalzbrote. Das Markttreiben wurde bereichert durch die Trachtengruppe Seidewinkel, Kindergartenkinder mit einem Bändertanz, den Fanfarenzug Bergen Celle, die Musikkapelle aus Bergen Chiemgau, die Schnoizer, die Rügener Plattdänzer und Kutschfahrten. Ein besonderer Moment war die Enthüllung des Erinnerungssteins an die Bergen-Treffen-Tradition durch die offiziellen Vertreter.

Höhepunkt des Tages war der Tanz der Bergener Jugend um den Maibaum, das Umwerfen des Maibaums und die Kür der Maikönigin und des Maikönigs. Dann wurde der Staffelstab an den nächsten Bergen-Treffen-Ausrichter übergeben: 2021 geht es nach Bergen/Nahe.

Am Abschlusstag besuchten die Bergener noch Bad Muskau mit Zwischenstopp im Erlebnistagebau Nochten.

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