Partnerschaft für die Zukunft

Blockheizkraftwerk geht im Riedbad in Betrieb

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Legen im Blockheizkraftwerk des Riedbads den Schalter um: Norbert Breidenbach, Markus Frank und Frank Müller (von links).

Bergen-Enkheim (sh) – Der silberne, sechs Meter hohe Pufferspeicher glitzert in der Sonne. In dem grauen Beton-Container nebenan brummt es gewaltig, aber davon hört man draußen nichts.

Genau das war auch die Herausforderung für die Techniker der Mainova: Der Energieversorger stellte auf dem Gelände des Riedbads in Enkheim ein Blockheizkraftwerk auf, bei dem aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung großer Wert auf bestmöglichen Schallschutz gelegt wurde. Mit Erfolg. Das moderne Blockheizkraftwerk ist eines von mehreren Projekten, mit denen Mainova und die Bäderbetriebe Frankfurt (BBF) ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. „Energieversorgung und Energieeffizienz sind wichtige Themen und wir freuen uns, mit Mainova einen verlässlichen Partner zu haben“, sagte Frank Müller, Geschäftsführer der BBF, bei der feierlichen Inbetriebnahme der Anlage im Riedbad. Die neue Energiezentrale läuft mit Erdgas und produziert Wärme und Strom. Das kleine Kraftwerk deckt den Strombedarf des Riedbads zu 60 Prozent sowie den Wärmebedarf zu 45 Prozent ab – und spart außerdem 700 Tonnen Kohlendioxid im Jahr.

Ein Energieerzeuger, der seinen Kunden beim Energiesparen hilft sei keineswegs widersprüchlich, sagte Frankfurts Wirtschaftsdezernent Markus Frank. Denn mit ganzheitlichen Programmen wie dem sogenannten „Contracting“ würde Mainova zufriedene Kunden gewinnen – und diese seien Kunden für die Zukunft. „Contracting“ bedeute, dass das Unternehmen das Kraftwerk nicht nur aufstelle, sondern auch die Betriebsführung übernehme, erklärte Mainova-Vorstand Norbert Breidenbach. Das Riedbad erhalte somit ein „Rundum-Sorglos-Paket“, sagte er und Müller ergänzte: „Unser Personal kann sich nun auf das Kerngeschäft, nämlich den Schwimmbadbetrieb konzentrieren.“ Und damit seien die Mitarbeiter gut beschäftigt, denn das Schwimmbadangebot ist mit einem Hallenbad, beheiztem Freibad und einer Traglufthalle für den Winter das ganze Jahr hindurch nutzbar.

Im März vergangenen Jahres begannen die Arbeiten für das Blockheizkraftwerk. Geliefert wurde die Anlage vergangenen Dezember. Dafür war ein Schwertransport vonnöten. Der Container, in dem der Generator arbeitet, bringt stolze 100 Tonnen auf die Waage. Um ihn aufzustellen, seien zwei Kräne im Einsatz gewesen, sagt Marco Vogel vom Mainova-Team. Dafür dringen aber auch kaum Geräusche von drinnen nach draußen. „Es ist schön, dass mit dieser Kooperation Energiekosten und der CO2-Ausstoß gesenkt wird. Das stärkt die Bäder und Mainova gleichermaßen“, sagte der Wirtschaftsdezernent.

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