Vier norwegische Autoren zu Gast bei „Bergen erlesen“

Bergentreffen einmal anders

Die Autoren Henning Bergsvåg, Tomas Espedal, Cecilie Løveid und Erlend Nødtvedt aus dem norwegischen Bergen sowie der Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel lasen im Buchladen „Bergen erlesen“. Foto: zko

Bergen-Enkheim (zko) – Die Veranstaltung zur Frankfurter Buchmesse in der Buchhandlung „Bergen erlesen“ war ein wahrer Glückstreffer: Vier bekannte Literaten aus dem norwegischen Bergen – Henning Bergsvåg, Tomas Espedal, Cecilie Løveid und Erlend Nødtvedt – besuchten das Bergen Frankfurts.

Kreativer Übersetzer der Texte und Gespräche war Hinrich Schmidt-Henkel, der auch Espedals 2018 erschienenen Roman „Bergeners“ ins Deutsche übersetzt hat. .

Der Autor schreibt darin über Autoren, deren Texte in der wunderbaren Anthologie „Hinter dem Regen – zwölf literarische Stimmen aus Bergen“ in deutscher und norwegischer Sprache abgedruckt sind, die das Publikum in Anna Doepfners Buchhandlung „Bergen erlesen“ an diesem Abend kostenlos mitnehmen und sich sogar signieren lassen konnte.

Tomas Espedal, 1961 in Bergen geboren, gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller Skandinaviens und veröffentlichte zahlreiche preisgekrönte Romane. Er las das von ihm verfasste nüchterne Vorwort zur Anthologie, das aus seinem Roman „Bergeners“ stammt. Henning Bergsvåg, 1974 geboren, und Cecilie Løveid, Jahrgang 1951, sind bekannte norwegische Lyriker. Bergsvåg befruchtet die virulente Literaturszene Bergens mit immer neuen Impulsen und las einige seiner Gedichte aus dem Zyklus „Du bist nicht da“ von 2016.

Løveid ist nach vielen Jahren in Kopenhagen 2011 nach Bergen zurückgekehrt und hat Gedichte über ihren Umzug verfasst, „Umzugsreste“, die verdeutlichen, welcher große und wichtige Prozess dadurch für sie in Gang gekommen war.

Erlend Nødtvedt, Jahrgang 1984, las ein kurzes Stück aus seinem Roman „Vestlandet“ von 2017, einer verrückten Reisegeschichte. Stilistisch bedient sich der junge Autor einer reizvollen Mischung aus historischen Texten und Straßenslang.

Die Schriftsteller lasen jeweils die norwegischen Texte und Hinrich Schmidt-Henkel übersetzte direkt im Anschluss. Cecilie Løveid hatte jedoch nur die deutsche Übersetzung dabei und versuchte, aus dem Deutschen wieder ins Norwegische zu übersetzen, was eine sehr schöne Performance bot, da Schmidt-Henkel es wiederum ins Deutsche übertrug. Texte von großer Spontaneität und Kraft entstanden so mit viel Freude und Humor im Beisein des Publikums.

Buchhändlerin Anna Doepfner lud nach diesem besonders schönen Literaturabend alle Gäste noch zu kleinen Speisen und Getränken ein.

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