Letztes Gebet für die Fastnacht

Karnevalverein Enkheim beendet die Kampagne mit dem Heringsessen

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Beim Heringsessen des KVE zeigten die Garden noch einmal ihr großartiges Können.

Mit seinem Heringsessen beendete der Karnevalverein Enkheim (KVE) eine für den Verein sehr erfolgreiche Kampagne. Reiner Planz, Erster Vorsitzender des KVE, begrüßte die Gäste, unter ihnen die amtierende Apfelweinkönigin Sissi I.

Bergen-Enkheim - „Mein Dank geht in erster Linie an alle Aktiven, die mit ihrem Engagement für den Verein diesen Erfolg möglich gemacht haben, sowie an unser treues Publikum, das uns durch den Besuch unserer Veranstaltungen unterstützt. “ Er gab das Kommando „Kartoffel Marsch!“ woraufhin der Herrenelferrat mit den Tendern durch den Saal einmarschierte. An der Bühne wurden sie vom Damenelferrat empfangen, der die Kartoffeln in Schüsseln verteilte. Die Garden brachten Heringssalat und Kartoffeln zu den Gästen an die Tische.

Nach dem Schmaus übernahm Sylvia Weil, Sitzungspräsidentin des KVE, das Mikrofon. Auch sie hieß ihrerseits alle herzlich willkommen und wünschte viel Spaß mit dem Programm. Den Auftakt machten die beiden Solistinnen Emely Gschwender und Fiona Möbus, die wie schon so oft mit ihren Solotänzen das Publikum und ihre Trainerinnen Romina Grass und Patricia Metzger sowie ihre Betreuerin Sabine Lapp begeisterten. Die beiden dankten ihrem Team und überreichten Geschenke.

Reiner Planz bat Rolf Behrendt zu sich auf die Bühne, um ihm im Namen des ganzen Vereins für seine Arbeit als Kassierer zu danken. Auch wenn er die Kasse nun an die neue Kassiererin abgegeben hat, so hat er doch viel für den Verein in seiner Zeit als Kassierer geleistet. Er hat unter anderem den Verein in die Gemeinnützigkeit geführt.

Danach zeigte die Midigarde des KVE noch einmal ihren Schautanz „Zirkusdompteure“. Für ihre Darbietung wurden sie mit viel Applaus belohnt. Anschließend bedankten sich die Tänzerinnen bei ihren Trainerinnen Sabrina Burhenn, Romina Grass, Patricia Metzger und Sarah Schirmer sowie ihrer Betreuerin Sabine Lapp mit Worten und Geschenken für ein schönes gemeinsames Jahr. Vier Tänzerinnen dieser Gruppe verabschiedeten sich, da sie nun altersmäßig in die Maxigarde wechseln oder ganz mit dem Tanzen aufhören werden. Ein emotionaler Moment. Viele Jahre hat man gemeinsam getanzt und trainiert und da fällt es nicht leicht, die passenden Worte zu finden.

Bergen-Enkheim: Großer Applaus für die Minigarde für ihren Schautanz

Zu Recht viel Applaus ernteten die Minis des KVE für die Präsentation ihres Schautanzes „Michael Jackson“. Stolz waren die Trainerinnen Elke Schäfer und Michèle Planz sowie die Betreuerinnen Yvonne Planz und Tanja Wenzel auf ihre „Tanzmäuse“. Elke Schäfer dankte im Namen des gesamten Trainer- und Betreuerteams den Kindern für ein tolles Jahr und alle bekamen kleine Geschenke. Getrübt wurde die gute Stimmung in der Gruppe ein wenig, da auch dort Mädchen zum letzten Mal bei den Minis getanzt haben und altersgemäß in die Midigarde wechseln.

Jochen Hohman, Präsident des Herrenelferrates wurde an diesem Abend für 25 Jahre Mitgliedschaft im KVE mit der Silbernen Vereinsnadel geehrt. Im Anschluss entführte die Maxigarde den Saal noch einmal in den „Karneval in Brazil“ und verzauberte mit schönen Kostümen und flotten Tanzschritten zur Freude ihrer Trainerin Valesca Bräunig und Betreuerin Katharina Katzmann das Publikum. Die Gruppe dankte ihrem Trainer- und Betreuerteam mit lieben Worten und Geschenken.

Das Männerballett brachte seinerseits noch einmal Action auf die Bühne. Als „Ghostbusters“ wussten „Die Irrläufer“ die Zuschauer ebenso wie ihre Trainerinnen Michèle Planz und Elke Schäfer zu begeistern. Auch die Männer bedankten sich an diesem Abend bei ihren Trainerinnen für die Geduld, die die beiden Frauen mit „ihren“ Männern hatten. Auch dort hieß es Abschied nehmen von einem langjährigen Tänzer. Elke Schäfer fand bewegende Worte und überreichte Tino Katzmann als Dank ein Fotobuch. Er wurde zum Ehrenmitglied der Irrläufer ernannt.

Bergen-Enkheim: Trauergemeinde zieht zur Beerdigung der Fastnacht in den Saal

Bevor es in die Pause ging, rockten die Volkshausrocker noch einmal den Saal. Mit dem Einzug der Trauergemeinde, angeführt von Pfarrer Danny Cale, begann der zweite Teil des Programms und eigentlicher Höhepunkt des Heringsessens – die Beerdigung der Kampagne 2019/20. Nachdem sich die Trauergemeinde auf der Bühne eingefunden und Oberministrant Fabian Müller dem Pfarrer das Buch aufgeschlagen hatte, begann die Beerdigungszeremonie. Unterstützt wurde Pfarrer Danny vom Nonnenchor des Damenelferrates. Die Antworten des Oberministranten auf die ihm zur Buße und Reue von Danny gestellten Fragen ließen den Saal mehr als einmal herzlich lachen und den Pfarrer an seinem Oberministranten bald verzweifeln. Am Ende aber gelobte Fabian Müller Besserung und nahm als Zeichen seiner Reue den ihm vom Pfarrer Danny Cale gereichten Hering. Zusammen mit der Zwiebel verspeiste er ihn und spülte mit einem kräftigen Schluck Bier nach. Mit einem letzten Gebet und der „priesterlichen Einladung“, sich später in der Sektbar zum gemeinsamen Ausklang zu treffen, endete die Zeremonie und die Trauergemeinde zog durch den Saal aus.

Damit endete das Bühnenprogramm des Abends, aber wie die Nonnen zum Schluss sangen „nach Hause, nach Hause geh‘n wir nicht, in der Sektbar brennt noch Licht“, fanden sich noch viele in der besungenen Lokalität ein und man ließ in geselliger Runde diesen wunderbaren Abend gemeinsam ausklingen.

(red)

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