Coronavirus

Gemeinde Heilig Kreuz in Bergen-Enkheim mit wichtigen Infos und emotionalem Appell

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Die Kirche Heilig Kreuz informiert die Gemeinde über die Folgen des Coronavirus‘.

In Zeiten des Coronavirus‘ ist vor allem Abstand halten ein Zeichen der Fürsorge. Eine ungewohnte Situation für die Kirchen. Die Gemeinde Heilig Kreuz in Bergen-Enkheim informiert über die aktuellen Angebote.

Bergen-Enkheim - Das Coronavirus zwingt uns dazu, Abstand zu halten, um Fürsorge auszudrücken. Das ist eine neue Situation, vor allem für viele Kirchengemeinden, die sich durch eine Gemeinschaft auszeichnen. Der Pfarrgemeinderat von Heilig Kreuz in Bergen-Enkheim hat sich jetzt mit einem emotionalen Appell an alle gewendet.

„Wir leben in Zeiten, die uns alle vor Herausforderungen stellen, die wir nicht kennen und die vor kurzem noch unvorstellbar waren. Das öffentliche Leben ist weitgehend lahm gelegt. Für viele ist das besonders darin sichtbar geworden, dass sogar die Gottesdienste in den Kirchen abgesagt wurden. Nicht wenige fragen sich, ob das richtig und verantwortbar ist. Müsste nicht gerade jetzt Unterstützung durch Kirche, durch die Ortsgemeinde, durch gottesdienstliche Angebote geleistet werden?“ Das schreibt der Vorstand des Pfarrgemeinderats.

Bergen-Enkheim: Heilig Kreuz informiert über das Gemeindeleben

Die Situation, dass Gemeinschaft nicht hilfreich, sondern gerade die zu meidende Gefahr darstellt, ist für alle neu und ungewohnt. Mitmenschlichkeit und Solidarität zeigt sich in diesen Tagen gerade darin, nicht aufeinander zuzugehen und sich gegenseitig Distanz zu schenken. Bis das wieder Normalität einkehre, gelte es in der Zwischenzeit , gerade diese Zeiten anzunehmen und sie auch möglichst gut zu gestalten, so Heilig Kreuz in der Pressemitteilung.

Mittlerweile gebe es zum Glück die Möglichkeit, trotz allem in Verbindung zu bleiben. „Wir möchten auch jetzt als Gemeinde ‚funktionsfähig‘ und aktiv bleiben und Ihnen heute folgende Anregungen unterbreiten und Informationen mitteilen“, erklärt die Gemeinde in Bergen-Enkheim:

  • Wer braucht Hilfe? Zum Beispiel beim Einkaufen? Wer möchte gern individuell besucht werden? Wer freut sich über einen zusätzlichen Telefonanruf? Schreiben Sie uns, wir versuchen, da zu sein!

Bitte haben Sie auch "internetlose" Nachbarn oder Bekannte im Blick fragen Sie evtl. dort telefonisch nach, ob auch sie gerne Unterstützung durch unsere Gemeinde hätten und geben Sie entsprechende Kontaktdaten weiter.

  • Wer kann Hilfe anbieten? Welche Art von Hilfe gebraucht wird, können wir erst dann sagen, wenn wir die Rückmeldung auf die obige Frage haben.

Wir werden Informationen aus der Gemeinde in unserem Newsletter verschicken. Wer in diesen “Gemeindeverteiler” aufgenommen werden möchte, möge sich bitte über die Homepage anmelden.

Das Pfarrbüro ist ab sofort für den öffentlichen Verkehr geschlossen. Es ist aber werktags zu den Bürozeiten (9.00 – 11.00 Uhr) telefonisch erreichbar.

Pfarrer Hahner steht sowohl telefonisch (0152 22 55 98 13) als auch auf Anfrage für Hausbesuche und für Gespräche im Pfarrhaus weiterhin zur Verfügung.

  • Alle Gottesdienste, gemeindliche Veranstaltungen und Gruppentreffen sind bis auf weiteres abgesagt. Es werden zwar leider keine Gottesdienste bei uns gefeiert, aber die Kirchen sind tagsüber von 9 - 18 Uhr offen.

Bisher sind vom Bistum alle Gottesdienste bis zum 3. April ausgesetzt. Aber es ist tatsächlich noch offen, ob wir den Palmsonntag, die Karwoche und vor allem die Ostertage liturgisch begehen können. Sobald wir dazu Klarheit haben, werden wir Sie unmittelbar informieren. Die Erstkommunionfeier, die für den 3. Mai angesetzt war, wurde auf unbestimmten Termin verschoben.

  • Katholische Schulen und Kindertagesstätten

Für unsere Katholische Kindertagesstätte gelten die Entscheidungen, die von den zuständigen staatlichen Stellen getroffen werden.

  • Vorrang, die Ausbreitung des Virus zu erschweren

Bischof Gerber hat bereits bis auf weiteres die Gläubigen im Bistum Fulda von der Sonntagspflicht entbunden. Ihm und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist bewusst, dass dieser Schritt das geistliche Leben der Gläubigen erheblich einschränkt. Dennoch hat derzeit Vorrang, der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten.

  • Kar- und Ostertage

Angesichts der sich abzeichnenden Lage ist derzeit nicht davon auszugehen, dass an den Kar- und Ostertagen öffentliche Gottesdienste stattfinden können. Richtlinien für die diesbezügliche Vorgehensweise sowie Materialien zur Gestaltung der Mitfeier zuhause werden derzeit erarbeitet und voraussichtlich im Lauf der nächsten Woche veröffentlicht werden.

  • Trauungen und Taufen

Sie sollen aufgeschoben werden, da eine öffentliche Feier derzeit nicht möglich ist. Besteht dennoch der Wunsch, aus schwerwiegenden Gründen den Empfang dieser Sakramente nicht zu verschieben, so kann dem unter bestimmten Voraussetzungen entsprochen werden. Die Feier ist dann jedoch nur im kleinsten Kreis möglich (bei der Taufe Eltern und Paten, bei einer Trauung das Brautpaar und zwei Trauzeugen.

  • Beerdigungen

Beerdigungen finden weiterhin statt, wobei die Vorgaben der zuständigen staatlichen und kommunalen Behörden einzuhalten sind. Dies bedeutet, dass sie nur im engsten Familienkreis am Grab stattfinden können: Auf Basis der Verordnung der Hessischen Landesregierung dürfen weder Wortgottesdienste in Friedhofskapellen noch das Requiem in Kirchen oder Kapellen gefeiert werden. Die Feier eines Requiems wird auf einen späteren Zeitpunkt nach Ende der derzeitigen Krise verschoben.

Das Bistum Fulda gibt auf seiner Internetseite einen Überblick über die Gottesdienstübertragungen im Internet und im Fernsehen. Auf der Bistumshomepage kann man jeden Abend um 18.30 Uhr einen Gottesdienst aus der Fuldaer Michaelskapelle mitfeiern.

  • Gemeinsame Gebetszeit abends 19 - 20 Uhr

In vielen Gemeinden ist es mittlerweile üblich, abends zwischen 19.00 und 20.00 Uhr eine Kerze ins Fenster zu stellen und sich von zuhause aus im Gebet miteinander zu verbinden. In Frankfurt läuten dazu auch um 19.30 Uhr die Glocken. Andernorts ist um diese Zeit Balkonsingen üblich.

Die derzeitige Situation stellt auch eine Herausforderung dar, individuelle Formen der Spiritualität zu pflegen: Über den Link empfiehlt die Gemeinde für ihre Gläubigen Anregungen für eine geistliche Lesung oder ein persönliches Gebet.

Per Mail oder Telefon können sich Hilfesuchende an das Pfarrbüro wenden. Unter der Adresse: www.heilig-kreuz-bergen-enkheim@pfarrei.bistum-fulda.de oder der Nummer 06109 731116. Auch Vorschläge und kreative Anregungen für die nächste Zeit in der Gemeinde können dort eingereicht werden.

(red)

Vor noch nicht allzu langer Zeit hat die Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Bergen-Enkheim ein Candle-Light Dinner für Paare veranstaltet. Dabei wurden die 16 Paare mit einem Vier-Gänge-Menü verwöhnt.

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