Schülerdelegation aus japanischer Großstadt

Austausch an der Riedschule: Schüler aus Yokohama besuchen Frankfurt

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Der Schüleraustausch zwischen Yokohama und Bergen-Enkheim ist ein voller Erfolg.

Frankfurt hat zahlreiche Städtepartnerschaften, unter anderem mit der japanischen Großstadt Yokohama.

Bergen-Enkheim - Derzeit weilt eine Delegation aus Schülern in Bergen-Enkheim, besucht die Riedschule und erkundet die Rhein-Main-Region. Die Stadt Frankfurt lud die jungen Japaner zu einem Empfang in den Kaisersaal ein.

Die Aufregung ist groß, die Blicke schweifen über die zahlreichen Porträts an den Wänden des Kaisersaals und es werden fleißig Fotos vom Römer geschossen. Die rund 30 Schüler aus Yokohama im Mittelstufenalter freuen sich sichtlich über die Einladung in den Frankfurter Römer und werden von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) herzlich empfangen: „Es ist mir sehr wichtig, diese Verbindung zwischen Japan und Deutschland aufrechtzuerhalten. Alleine in Frankfurt gibt es 300 japanische Unternehmen“, sagte Feldmann zu Beginn seiner Rede. 

Bergen-Enkheim: Frankfurt hat zweitgrößte japanische Community in Deutschland

Frankfurt habe die zweitgrößte japanische Community Deutschlands, das betrachte er als sehr wertvoll, denn in Frankfurt werden Vielfalt und Gastfreundschaft gelebt. „Im nächsten Jahr steht das zehnjährige Jubiläum der Städtepartnerschaft an. Der Erfahrungsaustausch in den vergangenen Jahren zu Themen wie Integration oder Ehrenamt hat beiden Städten viel gebracht“, sagte der Oberbürgermeister. Der Austausch von jungen Menschen sei großer Teil dieser Partnerschaft. 

Für die Schule in Yokohama spricht nach dem Oberbürgermeister eine der Lehrerinnen der japanischen High-School. Sie unterrichtet Englisch und erklärt: „Wir fühlen uns in Frankfurt gut aufgehoben. Das Austauschprogramm bietet tolle Möglichkeiten und Perspektiven. Wir können Ideen teilen und lernen neue Werte kennen. Lasst uns als globaler Stadtbewohner agieren.“ 

Bergen-Enkheim: Empfang im Kaisersaal in Frankfurt

Auch eine der Schülerinnen aus Yokohama richtet auf Englisch Worte an die anwesenden Amts- und Würdenträger, Schüler, Lehrer und Eltern: „Wir haben uns gleich in die Straßen und Landschaften hier verliebt. Wir alle sind sehr nervös, aber unsere Gastfamilien haben uns toll aufgenommen. Wir werden uns ein Leben lang an diese Zeit erinnern.“ 

Ein Schüler der Bergen-Enkheimer Riedschule spricht von tollen Erfahrungen: „Die Schüler kommen aus einem völlig anderen Teil der Welt. Sie sind herzlich, haben einen eigenen Humor und sind sehr höflich. Die Gespräche machen uns nicht nur schlauer, sondern auch Spaß.“

Schulleiter Christof Gans kann seinem Schüler da nur beipflichten: „Ich glaube, es ist ein Highlight, dass die Schüler in Gastfamilien wohnen. Liebe Gastschüler, ihr seid in den vergangenen Tagen ein Teil unserer Schulgemeinschaft geworden.“ Er wünsche sich, dass dieser Austausch nur ein Glied in einer langen Kette ist, im Oktober werden die Schüler der Riedschule nämlich Japan besuchen. 

Bergen-Enkheim: Riedbergschule macht Austausch mit Yokohama

Yokohama hat rund 3,3 Millionen Einwohner und ist damit um ein Vielfaches größer als Frankfurt. Yokohama ist die zweitgrößte Stadt Japans – nach Tokio. Für die Schüler geht es am Tag dem Empfang zur Besichtigung in die Frankfurter Goethe-Universität. Und sicherlich sind der Empfang im Römer und das Besichtigen der Uni nicht die einzigen Höhepunkte, die die Schüler in der Mainmetropole noch erwarten.

(nma)

„Es gibt Menschen wie Sie, die nicht fragen, sondern einfach handeln und damit zu unser aller Vorbild werden!“ Mit diesen Worten hat Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) kürzlich den Einsatz von Armin Kempf öffentlich gewürdigt.

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