Schülergruppe aus Japan zu Gast an der Schule am Ried

Austausch mit Kultur

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Die deutschen Schüler der Schule am Ried bedachten ihre japanischen Gäste mit einer Überraschung. Foto: zjs

Bergen-Enkheim (zjs) – Seit Mitte Februar waren 15 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren aus Frankfurts Partnerstadt Yokohama in der Mainmetropole zu Gast. In der Schule am Ried fand ihnen zu Ehren eine offizielle Begrüßung statt.

Schulleiter Christof Gans freute sich, die japanischen Gäste in ihrer Landessprache willkommen zu heißen – eine Geste, die die ausländischen Partner zu schätzen wussten.

Die Schülergruppe und ihre beiden Lehrer der Sakuragaoka Highschool verbrachten eine Woche in Frankfurt. Sie sind zu Gast in den Elternhäusern der Schüler. „Wir haben Austauschprogramme in Frankreich, England, den USA und Japan“, erklärte Christof Gans bei der Feierstunde in der Aula. Er hoffe, dass der Austausch die beiden Länder weiter zusammenführe und damit auch ein Beitrag für ein friedliches Zusammenleben geliefert werde. Obwohl Deutschland und Japan viele Gegensätze auszeichneten, gäbe es aber auch eine Menge Gemeinsamkeiten. Bedingt durch die unterschiedlichen Kulturen und Geschichte, bestehe ein starkes Interesse aneinander. Dies sei sehr deutlich geworden, als die Schülergruppe aus Frankfurt, die im vergangenen Oktober zu Gast in Yokohama war, bei ihrer Rückkehr übereinstimmend gesagt hätte, dass sie gerne wieder dorthin reisen würden.

Setsuko Kawahara, die japanische Generalkonsulin, unterstrich die wichtigen diplomatischen Beziehungen beider Länder. Während früher die Japaner von Deutschland im Bereich Technologie viel gelernt hätten, begegne man sich heute auf Augenhöhe. „Wichtig ist aber, dass unsere Länder die gleichen grundlegenden Werte teilen“, sagte die japanische Vertreterin. Viel Applaus erhielten auch die Lehrer der Schule am Ried, die sich für das Austauschprogramm engagiert haben: Die Leiterin der Japan AG Yumi Olbrich-Kitauchi, Dr. Ute Lembeck und Nicole Reinecke. „Ich bin sehr stolz auf diesen Austausch, denn durch Sprache und Netzwerk werden Talente gefördert und manche Karriere vorbestimmt“, zeigte sich die Ortsvorsteherin von Bergen-Enkheim, Renate Müller-Friese, überzeugt.

Naoku Akiyama, Lehrerin an der Highschool, berichtete, dass nur die Schüler nach Deutschland durften, die vorher ihre Prüfung bestanden hätten. Nach Redebeiträgen der Schüler wurden Kurzfilme aus Japan der deutschen Gruppe gezeigt, sei es beim Lernen, Sport oder gemeinsamen Ausflügen. Nachdem die Besucher ein freies Wochenende in ihren Familien absolvierten, stand zu Beginn der Woche ein Ausflug zum Römer an, wo die Gruppe von Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt wurde. Neben Museumsbesuchen steht übrigens auch eine Einheit Sport an: Judo. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Schulorchester unter Leitung von Clemens Kanka.

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